#08 Tochter-Vater-Zeit…

… am Samstag um kurz nach sechs saß ich hinter dem Lenkrad meines Autos und fuhr zu meiner Tochter. Im Hinterkopf immer der kleine, böse Gedanke ist unsere Maus da oder ist wieder alles ausgeflogen? Pünktlich und so entspannt, wie ich nach gut 400 km Auffahrt eben entpannt bin, parkte ich um kurz vor 10:00 Uhr am Zielort. Ich hatte mich noch nicht abgeschnallt, das stand schon freude strahlend unsere Tochter neben dem silber Falken. Wir schloßen uns fest in die Arme zur Begrüßung. Kurz danach flitzte unsere Maus nochmal ins Haus rein und holte ihre Sachen und verabschiedete sich bei ihrer Mutter. Wir zwei fuhren dann los und zu unserem Obdach und der Einlösung eines schon länger gehegten Versprechens. Nach ca. 25 Minuten hatten wir unser Zeil erreicht und unsere Tochter stürmte so freudig wie sie mich begrüßt hatte aus dem Auto und ihrer Freundin entgegen. Der Rest des Tages verlief bei schönstem Sonnenschein mit Toben, Quatsch machen, Reden, ganz viel Kuscheln bis es Zeit zum Abendessen war und wir gemeinsam mit unterschiedelichen Anteilen der Tisch zum Grillen gedeckt worden ist. Nachdem wir alle satt waren haben wir noch etwas das Lagerfeuer genossen bis es schließlich Zeit zum Schlafen war. Bettfertig habe ich dann noch eine Geschichte vorgelesen, alles zugedeckt und unsere Maus nochmal in den Arm genommen und mit einem Kuss wunderschöne Träume gewünscht.

Am Sonntagmorgen wurde ich schwungvoll geweckt und ganz gemütlich haben wir den Tisch für das Frühstück gedeckt. Nachdem wir zusammen alle gut satt waren, haben wir einen größeren Spaziergang gemacht, weil Bewegung gesund ist und zumindest der Wetterbericht für den Nachmittag Regen angekündigt hatte. Am goßen umgestürzten Baumstamm wurde fleißig getobt bis ich vollkommen alle war. Während unsere Maus spielte habe ich schon mal unsere sieben Sachen zusammengepackt und mich bei einem Kaffee ausgeruht. Ich werde echt nicht jünger. Nachdem Mittagessen sind wir dann auf den Spielplatz, weil das wieder „erlaubt“ ist und der Regen auch ausblieb. Dort verbrachten wir dann die letzten beiden Stunden bei einer ausgelassenen Stimmung mit allerlei Blödsinn und wilden Getobe. Gegen 17:15 Uhr haben wir uns dann verabschiedet und bedankt. Die Fahrt zu ihrer Mutter war immer schweigsam und geprägt von einer angespannten Stimmung. Unsere Maus „beschwerte“ 😉 sich dann bei mir darüber, dass wir gar keinen Filmabend gemacht haben. Ich erklärte ihr dann, dass der Filmabend ist immer am Freitag und der findet natürlich wieder regelmäßig statt, wenn die Wochenenden wieder im normalen Rythmus verlaufen und sie dann hoffentlich demnächst mit dem Zug zu mir kommt. Das hätte ich wohl besser nicht gesagt, schlagartig zitierte unsere Tochter den Inhalt des Schreibens des Anwalts ihrer Mutter. Etwas sprachlos hab ich dieses Thema dann dabei belassen und mich nur gefragt, was unserer kleinen Maus da für ein Schwachsinn erzählt wird und warum? Als wir an dem Haus angekommen waren, haben wir uns fest in den Arm genommen und gedrückt. Weil ihrer Mutter in den letzten Wochen immer wieder so merkwürdige Andeutungen gemacht hat in Richtung ich solle das Grundstück nicht mehr betreten, haben wir uns bereits an der Grundstücksgrenze mit einem dicken Schmatzer verabschiedet. Vom Auto aus habe ich zugesehen wie unsere Maus ins Haus ging und mich dann auf meine 400 km Rückweg gemacht mit allerlei Gedanken im Kopf.

2 Gedanken zu “#08 Tochter-Vater-Zeit…

  1. Warum darfst Du das Grundstück nicht mehr betreten? Welche Gründe hatte Deine Ex bloß, sich so zu verhalten. Du scheinst ein sehr liebevoller, engagierter Papa zu sein und hier geht es doch ausschließlich um das Kind und nicht um die Ex. Als wenn sie Dir absichtlich das Leben schwer machen will. Unverständlich für mich, bei aller Wut und Hass, den man auf einen Ex-Partner haben kann. Solange er sich gut ums Kind kümmert und einen selber in Ruhe lässt, sollte das nicht sein.

  2. Willkommen in meiner Welt.
    Warum ich ggf. was nicht mehr tun soll oder darf, frage ich mich schon lange nicht mehr. Nach über vier Jahren Trennung und inzwischen auch ca. 400 km räumliche Entfernung sollte es eigentlich langsam gut sein.
    Fakt ist, dass der Hausrechteinhaber grundlos und grundsätzlich jedermann Hausverbot erteilen darf. Fakt ist auch das mir gegenüber kein Hausverbot ausgesprochen worden ist, allerdings bleib ich lieber vorsichtig nach den kryptischen E-Mails der letzten Wochen und im Grund ist es auch egal der Weg von der Grundstückgrenze zur Haustür sind vielleicht 6 Meter und die kann ich wunderbar einsehen und da ich nicht mehr Hantier möchte als zwingend notwendig, machen wir das jetzt eben in dieser wirren Art und Weise.

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