#13 Tochter-Vater-Sommerferienzeit…

… jetzt ist es fast zwei Wochen her, da habe ich unseren Schatz im Ferienlager abgeholt, um gemeinsam in unsere Sommerferien zu starten. Müde, erschöpft und von Mücken zerstochen habe ich unsere Prinzessin in meine Arme geschlossen und im Anschluss ihren ganzen Kram ins Auto verladen. Soweit ich das in dem Moment wahrnehmen konnte, machte unsere Maus einen normalen Eindruck für ein Kind, dass eine Woche Ferienlager „überlebt“ hat. 😉 😀

Gegen Mittag waren wir dann am Bahnhof um unseren Zug zum Reitturnier zu nehmen. Der Erschöpfung entsprechend verlief unsere Anreise zu den Großeltern ruhig und gelassen und erfreulicherweise ohne Störungen oder Verzögerungen. Tatsächlich muss ich sagen, dass die Bahn viel besser ist als ihr Ruf. Als wir angekommen sind, haben wir uns nur noch einen ruhigen Abend gemacht.

Nachdem Ausschlafen am Samstag plätscherte der Tag dahin, bis am Abend die Aufregung zur Auftaktveranstaltung bei unserem Schatz nicht mehr auszuhalten gewesen ist. Mit großem Staunen haben wir am Abend, der auch dieses Jahr wieder beeindruckenden Inszenierung von Pferd und Sinfonie beigewohnt. Gegen Ende der Veranstaltung merkte ich aber sehr deutlich, dass unsere Tochter noch ein kleines Schlafdefizit hat. 😀 Daher war dann pünktlich mit der letzten Taktstockbewegung der Heimweg auf der Agenda. Zuhause ist unsere Maus ad hoc ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.

Den Sonntag und Montag verbrachten wir zu dritt, eigentlich eher zu viert und genossen das nicht zu heiße Wetter und besonders der Spielplatz und das Pferd waren natürlich besonders hoch im Kurs.

Am Dienstag war dann Oma-Enkeltochter-Reitturnier-Tag mit der großen Eröffnungsfeier und den ersten Springen. Ich als Papa hatte dienstfrei, besser gesagt kinderfrei. Opa hatte nämlich schon eine gute Verwendung für meine Kapazitäten und daher schleppte ich an diesem Tag eine halbe Tonne, veganen-bio* Naturstein durch die Gegend, aber was mach ich nicht alles für die lieben Eltern. 😉 Am Abend kamen dann Oma und Enkelin wieder nach Hause und unsere Tochter zeigte mir voller Stolz all ihre neuen Schätze und was sie alles erlebt hat und wie Oma sie von vorne bis hinten verwöhnt hat. Als Vater bin ich manchmal doch etwas am Zweifeln, ob das nicht auch etwas zu viel des Guten ist, aber dann denke ich mir meine Eltern haben viel zu selten eines ihrer Enkelkinder zum Verwöhnen zu Hause und ich bin von meiner Oma auch ziemlich verwöhnt worden. Daher gehört das irgendwie dazu und schließlich sind Ferien.

Bis zum Freitag verliefen die Tage ziemlich entspannt und erholsam. Opa und Enkelin haben ein Schwert geschmiedet, eigentlich geschreinert. Unsere Tochter und ich haben versucht ein paar mehr Ferienübungsaufgaben zu machen, was nicht so erfolgreich gewesen ist, wie ich es mir gewünscht hätte und schließlich war am Freitag wieder volles Programm auf dem Reitturnier.

CHIO02

Am Samstag haben wir uns dann mit einer Schar Kinder und deren Eltern, mit denen ich zusammen die Schulbank gedrückt habe, getroffen und einen Zoo besucht. Bei schwülem Wetter und einem leichten Schauer am Nachmittag haben wir den Samstag sehr gut verlebt und mal einen anderen Zoo gesehen als „unseren“ Zoo. Wobei ich im Fazit sagen würde, der Besuch hat sich gelohnt.

ZOO

CHIO01Am Sonntag sind Oma und Enkelin zum Abschlusstag zum Reitturnier, um das große Finale zu sehen. Während sich die beiden amüsiert haben, habe ich schon mal die Koffer gepackt und alles für unsere Rückreise am nächsten Tag vorbereitet. Am Abend haben wir dann zusammen mit dem „dicken Onkel“ wie unsere Maus immer sagt, gegrillt und einen lustigen Familienabend verbracht.

Der Montag stand schon ganz im Zeichen unserer Rückreise und dem nahenden Ende unserer Ferien. Während Oma und Opa noch etwas ihre Enkelin verwöhnt haben, habe ich die restlichen Sachen zusammen gesucht und alles verstaut. Die von Opa reparierte Holzburg, die vielen Andenken für die Plaudertasche und die ein oder andere verstreute Klamotte. Gegen Mittag hieß es dann Abschied nehmen und sich zum Zug aufmachen. Nachdem Oma und Opa liebevoll gedrückt und verabschiedet worden sind, waren wir nach einer ereignislosen und pünktlichen Fahrt wieder am Ausgangsbahnhof. Unser Auto, der treue Adler war auch noch da und so haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht. Dort gab es noch ein Abendbrot und unser gute Nacht Ritual und dann ging es ins Bett.

Unseren letzten vollen gemeinsamen Ferientag haben wir auf Wunsch unsere Tochter in „unserem“ Zoo verbracht. Wir haben uns die Flugshow angesehen, was jedes Mal wieder spannend ist und eine ganz besondere Faszination auf unsere Maus hat. Im Anschluss waren wir bei den Elefanten und da wir ähnliche Wetterbedingungen wie im Herkunftsland der Elefanten hatten, hat unsere Maus wie zahllose andere Kinder auch in den Brunnen gebadet und ausgiebig die Abkühlung genossen. Am Nachtmittag haben wir uns dann die Robbenshow angesehen und natürlich hat mir unsere Tochter die neue Ausstellung zu Plastikmüll in den Meeren gezeigt. Mit einem Eis haben wir uns auf die Tribüne gesetzt und auf den Anfang der Show gewartet und die kühle Erfrischung im Schatten genossen. Im Anschluss mussten wir noch zum Spielplatz, wo sich unsere Maus vollkommen ausgepowert hat. Am späten Nachmittag, war mehr schon früher Abend, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Zuhause begann dann ein langes und bekanntes Ritual, welches ich von früher kannte. Jeder Grund nicht ins Bett zu gehen oder nochmal aufzustehen wurde von unserem Schatz bemüht um noch mal zu mir zu kommen, mich noch mal zu drücken, noch mal ins Bett gebracht zu werden und mir zu sagen, dass sie mich jetzt schon vermisst. Nachdem unser Schatz eingeschlafen war, habe ich mich auch ins Bett gelegt.

Am Mittwoch stand nach einer eher kurzen Nacht unsere Tochter an meinem Bett und läutete den Morgen ein. Für meinen Geschmack war das alles viel zu früh, aber wach ist eben wach. Wir haben in Ruhe gefrühstückt, die Zähne geputzt und alle wichtigen Dinge zusammengepackt und alles was mit musste ins Auto geladen und uns dann auf den Weg zu ihrer Mutter gemacht. Die Fahrt war wie immer ruhig und geprägt von dieser merkwürdigen Bekümmertheit unserer Tochter und dem Zwiespalt Papa zu vermissen und sich auf Mama zu freuen und diesmal war auch etwas Müdigkeit mit dabei. Am Wahlwohnort ihrer Mutter angekommen, hat unsere Maus ihre Mutter kurz begrüßt und ist dann gleich zu ihrem kleinen Halbbruder weiter. Ich habe erstmal alles ausgeladen, ihre Mama begrüßt, noch zwei Kleinigkeiten mit ihr besprochen und mit einem starken Drücker und den Worten „Ich vermisse Dich Papa!“ auf der Türschwelle hat mich unsere Tochter verabschiedet.

*Kein Witz das hat tatsächlich inkl. dem passendem Symbol auf dem Karton gestanden.

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