#14 Papazeit…

DSC_0065Am Freitag habe ich um kurz vor vier, getreu dem bevorzugten Übergabemodell DSC_0060Glienicker Brücke“ meiner Exfrau und entgegen der getroffenen Absprache, unsere Tochter auf dem Parkplatz einer großen Kölner Supermarktkette der Gemeinde der neuen WG abgeholt. Ich wurde liebevoll von unserer Tochter begrüßt, habe „Hallo“ und „Auf Wiedersehen“ zu ihrer Mutter gesagt und nach ca. 45 Sekunden waren wir im Auto und sind gemütlich los gefahren. Unsere Räubertochter hat mir dann erzählt, dass Mama jetzt für den Geburtstag ihrer Stiefschwester einkaufen geht, weil Mama versprochen hat nächste Woche Muffins für selbige zu backen. Auf der Fahrt nach Hause habe ich dann erfahren, dass die Schule ihr Spaß macht, dass das Fach Mathe gegenwärtig ihr Lieblingsfach ist, die Lehrerinnen streng, aber nett sind und es wohl drei Klassenkameradinnen gibt mit denen unsere Tochter regelmäßig spielt. Unsere Tochter hat mir auch noch etwas mehr erzählt, aber das hier ist kein Wortprotokoll und Vater und Tochter brauchen auch ein paar Geheimnisse. 😉 Bevor es nach Hause ging sind wir noch einkaufen gefahren. Was unsere Tochter total super fand. Nach einem sehr entspannten Einkauf, sind wir endlich zu Hause angekommen. Sehr interessiert sind die Neuerungen in Augenschein genommen worden, allen voran die neue elektrische Zahnbürste mit einem Prinzessinnen Bürstenkopf. Der restliche Ablauf war wie immer Abendritual, „Gute Nacht“ Geschichte, ganz viel Kuscheln und ein Hörbuch.

DSC_0068Am Samstag haben wir uns ein, inzwischen schon fast traditionelles Mettfrühstück gegönnt und es hat uns höllisch gut geschmeckt. Mit etwas Verzögerung, wegen einiger kleiner, aber sicherlich notwendiger Regenschauer sind erst gegen 11:00 Uhr auf den Spielplatz und unsere Tochter hat mir ihr neues Schwing- und Flugspielgerät gezeigt, womit wir uns ziemlich lange beschäftigt haben. Einmal musste ich es auch beim Nachbar aus dem Garten holen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Gegen Mittag sind wir dann rein und haben eine kleine Pause gemacht, weil wir schon um 15:00 Uhr zum Spielen und Grillen bei guten Freunden verabredet waren. Was dazu führte, dass ich bereits ab kurz vor zwei gelöchert worden bin, wann wir endlich los fahren. Kaum angekommen, war ich und auch die anderen Eltern abgeschrieben und unsere „Spaltprodukte“ haben friedlich und harmonisch mit einer gespielt, während wir Elternteile unsere neusten Erfahrungen und Erfolge ausgetauscht haben. Gegen sechs kam dann die Dritte im Bunde und hat ihre beiden etwas größeren Spaltprodukte mit gebracht, was uns Eltern komplett unnötig gemacht, aber da hatten wir reichlich Zeit uns um den Grill zu kümmern und mal auf die positiven Seiten unserer Trennungen anstoßen, denn wie sagte es unser Gastgeber, ohne unsere Expartner hätten wir uns nie kennengelernt, Prost. Als die Sonne am Horizont versank, mussten wir dann unsere energiebeladenen, freien und der Chaostheorie folgenden „Spaltprodukte“ wieder einfangen, was einigermaßen geklappt hat. Zuhause ist unsere Tochter, Zitat: “Ich bin tot müde.“, quasi sofort nach dem Zähneputzen ins Bett gefallen, hat sich um gedreht und tief und fest geschlafen.

Nach dem Ausschlafen am Sonntag, haben wir „normal“ gefrühstückt. Im Anschluss DSC_0067haben wir aufgeräumt und die Tasche gepackt. Leider ist am Sonntagnachmittag die Kinderzeit, aufgrund des nicht und auch durch nichts zu rechtfertigen Grundrechtseingriffs, erzwungen durch ein Gericht, dass sich standhaft weigert den gesetzlich normierten Regelfall des elterlichen Umgangs getrennter Eltern, verfassungskonform und durch die höchstrichterliche Rechtsprechung gefordert anzuwenden, zu Ende. Entsprechend traurig dümpelte unsere Tochter durch den Tag. Immer wieder begleitet von Wünschen länger bei Papa zu bleiben und in einer sehr traurigen Tonlage sich äußernd, dass sie sich auf die erste Woche der Herbstferien freut und auf die Weihnachtsferien. Um den Kopf etwas frei zu kriegen sind wir dann ins Schwimmbad und haben uns richtig ausgepowert. Im Anschluss sind wir bis es Zeit war aufzubrechen zum Fest im Park und haben das sehr schöne Wetter genossen. Die Rückfahrt war geprägt von einer merkwürdigen Stimmung und Traurigkeit unserer Tochter. Nichts was ich gesagt habe oder hätte sagen können hat es vermocht meine Tochter aufzuheitern. So haben wir dann die Fahrt in die „Wohnstätte in idyllischer bäuerlicher Lage“ fortgesetzt. Als wir bei der WG angekommen sind, haben wir uns kurz verabschiedet und meine Maus konnte kaum ihre Tränen zurückhalten. Mit einem intensiven Drücker und einem Kuss auf die Wange haben wir uns verabschiedet und unsere Maus ist durch die offenstehende Haustür reingegangen.

Schöne neue Welt in der wir jetzt leben „dürfen“.  

Ein Gedanke zu “#14 Papazeit…

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