#18 Papazeit…

Am Mittwoch war wieder Kinderzeit. Freudig und völlig entspannt habe ich meinen kleinen Engel gegen 16:00 Uhr an der KiTa abgeholt. Meine Tochter hat mich freudig begrüßt und dann sind wir zur Therapeutin. Eigentlich ist Therapeutin vermutlich nicht die richtige Beschreibung, weil es im Moment immer noch darum geht heraus zu finden, ob es überhaupt einen Therapiebedarf gibt und falls ja, wie dieser aussieht. Ich lass mich überraschen was ich beim nächsten Elterngespräch erfahre, aber solange meine Maus gerne hingeht, schadet es sicherlich nicht. Im Anschluss haben wir beide den Kühlschrank vollgemacht und meine Maus hat sich anstatt etwas Süßes06_PZ#18 zum Naschen eine Zeitschrift ausgesucht. Da war ich positiv überrascht und ein wenig Stolz auf sie. Zum Abendbrot gab es eine Ladung Möhren in Form von einem Olaf Gesicht.  Nach dem Geschichte vorlesen und unserem Abendritual, ging der erste Abend friedvoll zu Ende.

01_PZ#18Der Donnerstagmorgen stand ganz im Zeichen davon, dass meine Maus Papa vermisst hat. „Ist heute Kindergarten?“ „Ja!“ „Muss ich in den Kindergarten?“ „Ja!“ „Ich möchte aber bei Dir bleiben!“ „Nein, das geht heute nicht.“ Das ging ungefähr fünf Minuten hin und her bis meine Prinzessin eingesehen hat, dass heute Kindergarten ist. Nachdem Anziehen haben wir zusammen gefrühstückt und während meine Maus aufgegessen hat, hab ich die Brotdose gepackt. Gegen 8:00 Uhr waren wir an der KiTA und ich wurde zügig rausgeschubst. Gegen 16:00 Uhr hab ich meinen kleinen Schatz abgeholt und mit etwas Gejammer ging es dann zum Turnen. Irgendwie scheint die Motivation dazu in den letzten Wochen nachgelassen zu haben. Aber wie immer, einmal in der Turnhalle verschwand meine Maus schneller als ich gucken konnte. Kinder, versteh die mal einer. 😉

02_PZ#18Der Freitag war sehr entspannt. Nach dem Aufstehen ging es in die KiTa und im Anschluss für mich an den Schreibtisch. Am Nachmittag hab ich meine Maus abgeholt und wir haben das schlechte Wetter genutzt und die lang geplante Gipsmaske gemacht. Das war ein sehr großer Spaß. Besonders erstaunt hat mich meine Tochter. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Kleine wirklich 30 Minuten ruhig liegen bleibt, bis ich die Maske runter nehmen kann. Aber da hab ich mich getäuscht. Wir haben mit Daumen hoch und Daumen runter kommuniziert. Das war sehr, sehr lustig. 😀

Zoo_BrotzeitAm Samstag sind wir nachdem Frühstück in den Zoo gefahren. Das war seit langer Zeit mal wieder fällig. Irgendwie haben wir beide das gebraucht. Wie immer sind wir als erstes auf den Sambesi und haben eine Bootfahrt gemacht. Danach gab es das „klassische“ zweite Frühstück, auch wenn ich sehr gehetzt worden bin bei meinem Kaffee. Danach sind wir zu einer Flugshow und da ist dann ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Meine mutige Maus durfte den Greifvogel halten. Wagemutig hat sie den Handschuh angelegt und dann kam der mächtige Greifvogel angeflogen und landete auf dem Handschuh. Für einen klitzekleinen Moment ist ihr mutiges, kleines, aber auch sehr tapferes Herz in die Hose gerutscht, aber sie war sofort wieder mutig und danach stolz wie bolle und als Papa war ich unbeschreiblich stolz auf den Mut meiner kleinen Prinzessin. Nach der Show ist vor der Show, also der Robbenshow. Was wäre auch ein Zoobesuch ohne Robbenshow. Also sind wir vorbei an den Wölfen, zu den Eisbären und haben dann gesehen, dass die nächste Robbenshow erst um 15:00 Uhr ist. Deshalb haben wir uns entschieden einzukehren und Mittag zu essen. Nachdem wir geschlemmt haben, mussten wir uns beeilen um noch rechtzeitig zur Show zu kommen, wir könnten keine Plätze mehr bekommen. Das ist zumindest die große Sorge meiner Tochter gewesen. Also haben wir uns auf den Weg zum Showstadium gemacht und uns die besten Plätze gesichert, allerdings war es auch erst 14:15 Uhr, aber geduldig haben wir gewartet. Die Show war wie immer sehr gut und diesmal ist auch der Weißkopfadler über uns geflogen, also gab es bei diesem Zoobesuch alle Highlights die sich meine Tochter gewünscht hat und die ich möglich machen kann. Nachdem Ende der Show sind wir zum Spielplatz und meine Maus hat sich noch richtig ausgepowert. Um 18:00 Uhr hab ich dann ein Machtwort gesprochen und wir sind Richtung Auto gegangen und haben uns auf den Weg nach Hause gemacht. Nach einem langen und schönen Tag, waren die Augen meiner Maus auch ziemlich schnell, ziemlich klein und so schlief sie fix ein und wenig später hab ich auch die Augen zu gemacht.

 

05_PZ#18Der Sonntagvormittag verlief ruhig. Ich hab etwas Hausarbeit erledigt und danach haben wir zusammen gespielt und ich habe meiner Maus etwas vorgelesen. Gegen Mittag haben wir zusammen gekocht. Diesmal wollten wir zusammen kochen. Also haben wir das auch getan. Leider war meine Tochter etwas zu eifrig beim Kartoffel schneiden und hat sich in den Fin07_PZ#18ger geschnitten, aber sehr tapfer hat meine Maus den Daumen hochgehalten und mit einem bunten Pflaster war alles schnell wieder gut. Im Anschluss hab ich alleine zu Ende gekocht und wir haben uns an Elsapüree mit Schneemann im Sommer und Fischstäbchen erfreut. Da das Wetter leider immer noch aus Regen bestand, sind wir ins Kino gefahren und haben uns „My little Pony“ angesehen. Pastellbunte Ponys und Einhörner, da ist echt ein 08_PZ#18Männertraum wahr geworden. 😉 Spaß beiseite, meine Kleine fand es großartig und hat sich riesig gefreut. Für einen regnerischen Sonntagnachmittag war das eine gelungene Ablenkung von der grauen und nassen Welt draußen. Am Abend begann dann wieder das Abschiedsritual. Wir haben viel gekuschelt, geredet über das was meine Tochter traurig macht und nachdem ich meine Maus das dritte Mal in ihr Bett getragen habe, etwas bei ihr geblieben bin, ist sie eingeschlafen.

Auch dieser Montag stand wie immer im Zeichen eines sehr emotionalen Abschiedes. Irgendwie kann ich das verstehen. 10 Tage sind auch einfach sehr lang und für meine Tochter, die Mama und Papa liebt, ist es aus ihrer Sicht viel zu lang. Ich hoffe, dass meine Maus bald ihren Frieden mit der Lebenssituation macht. An der KiTa wurde ich mit einem Drücker, Kuss, ganz viel Winken und Handküsschen verabschiedet. Ich freue mich schon die nächste Papazeit.

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