#14 Papazeit…

Die #14 Papazeit konnte leider erst am Freitagabend beginnen. Wegen einer Dienstreise musste der „Start“ verschoben werden. Wie abgesprochen, habe ich meine Tochter um 19:20 Uhr am Übergabeort, dem Parkplatz vom Supermarkt abgeholt. Voller Freude und Ungeduld ist mir meine Kleine in die Arme gesprungen. Nachdem die Sachen im Auto verstaut waren, sind wir noch ein paar Kleinigkeiten, frische Sachen und etwas zum Naschen, einkaufen gegangen. Bevor wir aber in den Supermarkt gehen konnten, hat meine Maus ganz intensiv ihrer Mutter gewunken, welche ganz intensiv mit ihrem Handy beschäftigt war. Daher haben wir vor dem Supermarkt gestanden und meine kleine Maus hat gewunken und gewunken, bis ihre Mama losgefahren ist. Erst danach konnten wir reingehen bzw. meine Tochter hat noch eine Kindergartenfreundin getroffen. Irgendwann waren wir dann im Supermarkt und in den ersten Regalen fing meine Maus plötzlich von Anwaltsbriefen an zu erzählen und brach in Tränen aus. Soweit ich meine Tochter verstanden habe, ist ihr erzählt worden, dass diese Briefe geschrieben werden, „weil ihr Papa lügen würde und sie aber weiß, dass das etwas zwischen Mama und Papa ist, aber…“ nach vielen Tränen, Schluchzen und in den Arm nehmen habe ich meinen kleinen Engel beruhigen können und wir haben unseren Einkauf fortgesetzt. Zuhause hat meine kleine Maus von ihrer Woche erzählt und was alles passiert ist. Wie meistens am ersten Abend wurde es etwas später und als ich gedacht habe, jetzt schläft sie, gab es einen zweiten „Zusammenbruch“ oder die Fortsetzung des Supermarktes. Es wurde ein deutlich längerer Abend als gedacht für meine Kleine und für mich. Es war sehr viel Kuscheln und Drücken notwendig und ein häufiges betonen, dass das etwas zwischen Mama und Papa ist. Wie es dazu kam, dass anscheinend über Inhalte von Anwaltsschreiben mit einer fünfjährigen gesprochen worden ist, kann ich nicht sagen. Selbstkritisch muss ich eingestehen, dass mich vor ca. zwei Monaten meine Tochter auf einen Brief vom Anwalt ihrer Mutter, der in meiner Wohnung lag angesprochen hat und sehr neugierig danach gefragt hat. Anscheinend hat meine Maus den Briefkopf wiedererkannt und war neugierig. Etwas lapidar habe ich gesagt, dass das ein Brief vom Herold des Bösen ist und dass es dummes Erwachsenenzeug zwischen Mama und Papa ist. Danach und seitdem gab es keine weiteren Fragen oder Bemerkungen und ich dachte, dass das Thema erledigt ist. Lag ich wohl falsch. 😦 Mit diesen Gedanken im Kopf bin ich irgendwann gegen Mitternacht eingeschlafen.

DSC_0605Am Samstagmorgen sind wir nirgendswo hingefahren. Ich habe meine Maus am Vortrag gefragt ob sie irgendwo unbedingt hinwollte oder etwas unbedingt machen wollte. Ich schreib das hier, weil mir ihre Mutter erzählt hat, unsere Tochter wäre direkt und höchstpersönlich von ihrem Uropa zur Geburtstagsfeier (einer hat Ende April und einer Mitte Oktober) eingeladen worden und würde da brennend hinwollen. Meinen Ursprungsplan mit meiner Maus an die See zu fahren, habe ich wegen der Wetterprognose, 80% Niederschlagrisiko und 19° Grad, leider abgeblasen. 😦 In der Nähe beider Urgroßväter habe ich mich nach 3D Parks zum Bogenschießen schlau gemacht und hätte mir dann dort die Zeit vertrieben, während meine Tochter auf der Geburtstagsfeier gewesen wäre, aber Pustekuchen. Mein DSC_0607kleiner Schatz sagte, sie möchte einfach nur Zeit mit Papa verbringen, spielen, Spielplatz, basteln, kuscheln, lesen und Hörbuch hören. Etwas sprachlos und weil mein Engel erst um 8:00 Uhr aus ihrem Zimmer kam, haben wir einen sehr, sehr ruhigen Samstag verbracht. Meine kleine Maus, wirkte sehr zufrieden einfach mal Zeit zum Spielen und nichts tun zu haben. Zum Mittagessen gab es ihren heißgeliebten Flammkuchen und nach der Mittagspause haben wir gebastelt. Warum wir ausgerechnet an diesem Samstag ein Brautpaar gebastelt haben, dass eine Tochter hat, die wie mein Engel heißt und das Brautpaar wie ihre Eltern, hat mich ziemlich überrascht, aber zumindest hat meine Kuschelmaus mit IMG-20170826-WA0041Eifer gebastelt und so verlief der Nachmittag sehr ruhig und entspannt. Nachdem Abendbrot und der Gutenachtgeschichte haben wir noch etwas gekuschelt und meine Tochter hat sehr viel erzählt über Themen, die sie beschäftigen und die für sie wieder wichtig sind. Seit vielen Monaten war auch wieder das Thema „Mama und Papa“ mit dabei. Ich habe einfach nur daneben gesessen und ihre kleine Hand gehalten, während sie sprach und manchmal das ein oder andere Tränchen, was aus ihren kleinen Kinderaugen kam weggewischt. Nachdem sie ganz viel erzählt hat, wollte sie noch etwas Hörbuch hören und einen Drücker, danach ist mein kleiner Engel irgendwann eingeschlafen.

DSC_0609Am Sonntag haben wir ausgeschlafen und ganz in Ruhe gefrühstückt. Auf speziellen Wunsch einer jungen Dame, habe ich Rührei mit Speck gemacht. 😉 Der Vormittag verlief ruhig. Während ich gekocht habe, hat meine Kleine ein interaktives Buch ausprobiert. War sehr interessant zu sehen, wie sich meine Tochter da herein getastet hat. Zum Mittagessen gab es Möhrengeschnetzeltes mit Salzkartoffeln und zum Dessert ein Eis für meine Kleine DSC_0610und für Papa. Gegen 14:00 Uhr sind wir dann aufgebrochen zur Waldbühne, wo wir uns Ritter Rost angesehen haben. Die Waldbühne war einfach nur DSC_0614herrlich. Das Wetter war Traumhaft und das Stück großartig. Gegen 17:30 Uhr war die Show zu Ende und meine Maus, war sehr traurig, dass es schon vorbei ist. Ich glaube ein schöneres Zeichen für es hat mir gefallen kann es nicht geben. 🙂 Nachdem wir zu Hause waren, ging es unter die Dusche. Meine Waldfee hat sich sauber gemacht und während ihres Wasserabenteuers hab ich Bratkartoffeln gemacht. NachDSC_0615 einem sehr guten und leckeren Abendbrot, ging es ins Bett und es gab wieder viele Fragen zum „Mama und Papa“-Thema. Woher das im Moment wieder kommt, ich weiß es nicht, aber ich höre meiner Maus einfach zu, nehme sie in den Arm und trockne ihre Tränen. 😥

Der Montagmorgen, war ein klassischer „letzter Tag“ Morgen. „Ich bin noch müde!„, „Ich möchte noch nicht in die KiTa!“ etc., aber nach einigem guten Zureden, habe ich meinen Engel davon überzeugen können, dass es doch eine gute Idee ist. Nachdem Frühstück hab ich die Sachen in die Übernachtungstasche gepackt und dann sind wir zum Auto und zur KiTa gefahren. In der KiTa wollte meine Maus dann doch noch nicht dass ich gehe und war sehr traurig, dass die Papazeit schon und viel zu schnell vorbei ist. Nach ein paar liebevollen Worten und einem langen Drücker auf der Garderobenbank, haben wir dann gemeinsam die Hausschuhe angezogen und die Jacke ausgezogen und meine Tochter war schließlich bereit mich hinauszuschubsen. Nach einem kräftigen Schubs, einem langen und intensiven Drücken, hat mir meine Maus gewunken bis ich mit dem Auto losgefahren bin.

Ein Gedanke zu “#14 Papazeit…

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