Was ist eigentlich…

das Geheimnis einer erfolgreichen Partnerschaft?

Vor einigen Tagen hatte mich eine Bekannte nach meiner Nochfrau und mir gefragt. „Tja, was soll ich dazu sagen? Es ist wie es ist.“ habe ich geantwortet. Im Verlauf des Gespräches haben wir uns noch über ein paar weitere Dinge in diesem Kontext unterhalten z.B. darüber, dass man eine Ehe ja nun nicht leichtfertig eingeht und die Bekannte konnte überhaupt nicht verstehen, dass es von meiner Nochfrau überhaupt keinen Versuch oder Bemühen gab zu versuchen die Situation zu ändern oder um unsere Ehe zu kämpfen. Ich konnte leider nur mit Schulter zucken und einem ähnlichen Unverständnis reagieren, wie meine Bekannte. Aber die Motivation meiner Nochfrau mit mir den Bund für Leben einzugehen ist nicht der Grund warum ich diesen Beitrag schreibe. Während wir uns unterhalten haben, hat meine Bekannte etwas über Partnerschaften gesagt, dass mich seit dem gedanklich nicht mehr loslässt.

Der Erfolg oder eben Misserfolg einer Partnerschaft hängt ihrer Meinung nur von zwei Dingen ab. Das man miteinander redet und das man miteinander lieb zu einander, ok das hab ich jetzt etwas poetischer Formuliert als es gesagt wurde, aber ich denke allen ist klar was ich meine. Damit würde der Erfolg einer Partnerschaft alleine durch die Kommunikation (K) und Intimität (I) der beiden Personen in einer Partnerschaft abhängen. Also habe ich mir mal einige „Sprüche und Zitate“ dazu durch den Kopf gehen lassen.

  • Wer Zuhause satt wird, isst nicht auswärts!“ – Hat der ein oder andere schon mal gehört und bedeutet nichts anderes als wer Daheim genug lieb gehabt wird geht nicht fremd oder etwas „wissenschaftlicher“ bei genügend Intimität mit dem Partner, entsteht gar nicht erst das Bedürfnis nach anderen Partnern.
  • Meine Alte quatscht mir ein Ohr ab!“ – Hat der ein oder andere auch schon mal gehört und bedeutet meine Partnerin redet zu viel. Was etwas sachlicher bedeutet, die Kommunikation ist in einer Schieflage.

Das sollen jetzt nur zwei allgemeine Beispiele sein. Vermutlich gibt es nach zahllose weitere und jeder Leser darf gerne welche an mich schicken. Vielleicht schreibe ich ja noch eine Fortsetzung von diesem Beitrag. Beim weiteren darüber nachdenken, habe ich dann an meine eigene Nochehe gedacht und an ein paar Aussagen, die im Verlauf des Jahres 2015 von meiner Nochfrau gemacht worden. Da fiel z.B. folgender Satz „Klar, hast du das früher besser gefunden, da haben wir auch wie Karnickel gerammelt.“ oder „Früher hast du mehr mit mir gesprochen.“ Jetzt mag der ein oder andere denken, dass ist aus dem Kontext gerissen, aber darauf kommt es nicht an. Als mir diese beiden Aussagen wieder eingefallen sind und der zugehörige Kontext, wurde ich erst recht sehr nachdenklich. Mein Entschluss diesen Beitrag zu schreiben stand damit auch fest.

Mittlerweile glaube ich, dass meine Bekannte hat recht. Jetzt ist es vermutlich nicht ganz so einfach wie sich das im ersten Moment anhört. Man muss nur mit einander reden und ein befriedigendes Intimleben haben? Was heißt das jetzt konkret? Tja, die spezifische Antwort für jedes Paar, muss wohl jedes Paar selber herausfinden, aber vermutlich lässt sich auf der theoretischen Ebene noch etwas mehr dazu sagen. Jetzt weiß ich und vermutliche jeder der hier liest, wir alle haben gute und weniger gute Tage damit ist die KI einer Partnerschaft irgendwie von der Zeit (t) abhängig. Jetzt betrachten wir Kommunikation (K) und Intimität (I) einer Partnerschaft als zwei eigenständige Dinge damit ergibt sich K(t) und I(t).

Was ist jetzt das Maß für den Erfolg einer Partnerschaft? Gute Frage. Darüber habe ich auch länger nachgedacht und glaube das K(t) und I(t) am besten als Schwingungskurven über die Zeit aufgetragen werden. Dafür habe ich mich entschieden und bilde damit auch optisch die guten und die anderen Tage im Leben ab, die jeder kennt. Wenn man beide Kurven unterschiedlich loslaufen lässt, würde ich meinen, dass die „Fläche“ bzw. dessen Kontinuität unter beiden Kurven über ein Zeitintervall (Woche, Monat, Jahr) den Erfolg einer Partnerschaft ausdrücken kann. Das erste Geheimnis für jede Partnerschaft wäre herauszufinden wie groß muss diese „Fläche“ sein und das zweite wird sein zu erkennen, welche Möglichkeiten gibt es um mit K(t) oder I(t) das jeweils andere zu kompensieren oder abzufedern. Wie man an der nachfolgenden Grafik gut sehen kann gibt es auch immer mal wieder Momente in denen es düster aussehen mag (in der Grafik die kurzen Momente ohne graue Fläche), aber wenn die KI stimmt, sind diese Momente unbedeutend kurz, weil der Partner auf dich zugeht und dir das richtige sagt oder dich einfach liebevoll in den Arm nimmt. Ich hab in der Grafik bewusst auf irgendwelche Stauchungen, Streckungen, unterschiedliche Amplituden oder Frequenzen verzichtet, dass soll ja keine Mathematikarbeit werden. 😉

Beziehungserfolg

Wichtig ist vermutlich, dass man zu bestimmten Stichtagen (das erste Date, der erste Kuss, Hochzeitstag, Geburtstage, Weihnachten etc.) die letzten Wochen oder Monate Revue passieren lässt und glücklich und zufrieden mit seiner Partnerschaft ist, sich nach dem Aufstehen rumdreht seinen Partner anschaut und sich ein Lächeln in Dein Gesicht stiehlt.

 

6 Gedanken zu “Was ist eigentlich…

  1. Also ich weiß ja nicht…. Ich finde es sehr schwierig dieses Thema so „wissenschaftlich“ anzugehen. Vor allem fängt es doch schon früher an. Was heißt denn, eine erfolgreiche Beziehung führen? Was genau soll dabei der Erfolg sein? Und sind sich da beide einig? Auch was Kommunikation und Intimität angeht, hat doch jeder andere Bedürfnisse und Wünsche. Wenn man da nicht überein kommt, dann kann man sich den Mund fusselig reden und sich die Seele aus dem Leib vögeln, macht das dann glücklich?

    Und nur, weil es mich so aufregt: Bei dem Spruch „Wer Zuhause satt wird, isst nicht auswärts!“ , bekomme ich Brechreiz. Wer so denkt, ist vielleicht im Puff besser aufgehoben. Damit wird nur die „Schuld“ auf den jeweils anderen übertragen, ohne sich mal mit sich selbst zu beschäftigen. Vielleicht möchte der Fremdgeher im Grunde gar nicht monogam leben, vielleicht vermisst derjenige den Reiz des Neuen, oder ist einfach nur zu feige, sich mit den Beziehungsproblemen auseinander zu setzen, oder war einfach zu geil und konnte oder wollte sich nicht zügeln. Aber nein, der andere ist schuld, weil er dieses oder jenes macht oder nicht macht.

    Dieses ganze Thema ist viel zu individuell und viel zu komlex, um es in irgendwelchen Kurven auszudrücken.

    1. Moin, natürlich ist das schwierig und vielleicht ist der Ansatz auch komplett falsch. Ich bin ja nicht allwissend und erhebe darauf auch keinen Anspruch.
      Ich glaube, wenn man schon am Anfang seine Intimitätsbedürfnisse nicht kommunizieren kann hat mein dickes Problem, abgesehen von speziellen Fetischen, sollte man seinen neuen Partner zudem Zeitpunkt soweit kennen, dass man davor vermutlich keine Angst mehr hat. Ich glaube auch das in dem Text steht, dass ich eben auch nicht weiß was das konkret bedeutet und ich glaube den entscheidenden Halbsatz habe ich nach Deinem Kommentar hervorgehoben.
      Es muss eben jedes Paar für sich zusammen herausfinden, was der „Erfolg“ für sie ist. Wie auch immer der aussieht.
      Was ich zwischen den Zeilen in Deinem Beitrag lese macht mich sehr traurig und das ist auch genau der Grund, weshalb ich Worte wie „ficken, vögeln, bumsen etc.“ bewusst nicht benutzt habe. Weil mir das viel zu platt ist und das gehört wirklich in einen Puff. Für mich geht Intimität weit darüber hinaus und das kann durchaus bedeuten, dass es längere Phasen ohne „klassischen“ Koitus gibt.
      Wie dem auch sei und ob dieser Beitrag kompletter Schwachsinn ist oder nur die Kurven, mich hat das jetzt länger beschäftigt und mir hat es gut getan das mal so aufzuschreiben.
      Für mich gilt, dass ich immer zuerst bei mir schaue, was ich ändern kann um eine Situation zu verbessern. Gegenseitige Schuldzuweisungen haben noch nie etwas besser gemacht.

      1. Aber auch wenn du es auf Intimität beziehst, sagt der Spruch doch das Gleiche. „Wenn du mir nicht gibst, was ich will, gehe ich eben woanders hin!“ Der Spruch ist nunmal platt und plakativ. Und damit habe ich meine Probleme. Ich bin mal ehrlich: Ich bin kein besonders sexueller Mensch und das ist so einer übersexualisierten Welt gar nicht so einfach. Selbst in meiner schlimmsten Depressiven Phase wurde mir gesagt, icih müsste mich nur mal richtig *** lassen und dann würde es mir besser gehen. Vielleicht reagiere ich deswegen bei diesem Thema so empfindlich.

        Du sagst, dass Kommunikation und Intimität den Erfolg oder Misserfolg einer Beziehung ausmachen, aber wann ist eine Beziehung denn erfolgreich und was heißt, wenn es das nicht ist? Das ist doch eine andere Frage als wann ist Kommunikation gut. Oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

        Und natürlich sollst du die Beiträge schreiben, die und wie du willst. Ich wollte nur meine Gedanken dazu teilen, ohne zu sagen, dass das Schwachsinn ist oder nicht. Es kann ja auch beides sein. Für mich Schwachsinn und für dich eine Offenbarung oder andersrum.

      2. Ich halte diesen Ausspruch auch für ziemlich platt. Ich finde auch diesen Austausch hier gerade völlig in Ordnung. Es soll ja zum nachdenken anregen. Was zu viel und was zu wenig ist, muss jeder für sich bzw. jedes Paar für sich entscheiden.
        Ich halte Sex auch nicht für ein Heilmittel und „ficken“ schon mal gar nicht. Insbesondere wenn man weiß wo das Wort ursprünglich herkommt. Es heißt ja auch „Make Love, not War“ und nicht „Fuck, not War“. Jetzt mag mancher glauben, dass das eine Spitzwindigkeit ist, aber aufrichtigte und ehrliche Intimität zwischen zwei Menschen ist etwas völlig anderes, als ein „Nümmerchen“ das man vermutlich mit einer X-beliebigen nach der Disco haben kann.
        Viele Menschen werden sich davon provoziert fühlen oder mich für einen Spinner halten, aber ist mir doch egal. Ich kann Dir nicht sagen wann eine Beziehung erfolgreich ist.
        Ich würde sagen, wenn man sich im hohen Alter händchenhaltend in die Augen sieht und jeder denkt, ich habe keinen Tag mit dem anderen bereut, aber das ist meine Meinung.

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