#09 Papa“wochenende“…

am Donnerstagnachmittag wartete ich schon voller Ungeduld auf den Feierabend. Endlich nach vier Wochen war wieder Papawochenende. Um 15:25 Uhr flog meine Bürotür zu und ging zu meinem Auto. Gegen 16:00 Uhr war ich am Kindergarten und holte meinen strahlenenden kleinen Schatz ab, der mir mit einem freudigen Lächeln in die Arme sprang. Endlich wieder Papawochenende. Wie immer ging es am Donnerstag zum Turnen, auch wenn die Maus diesmal nicht so begeistert war, aber als wir einmal an der Turnhalle waren, konnte es nicht schnell genug in die Halle gehen. Papa ist in der Zwischenzeit zum Einkaufen gefahren. Nachdem Turnen sind wir nach Hause gefahren, es gab Abendbrot und ganz viel zu erzählen. Nach dem Abendritual hieß es Schlafenszeit, aber richtig schlafen wollte die kleine Maus noch nicht. Es gab einen erfolglosen Versuch mit Mama zu telefonieren und sehr viele und kluge Fragen dazu, warum der kleine Stern „so viel“ bei Mama ist und „so wenig“ bei Papa. Richtig beantworten könnte ich diese Fragen zwar, aber vermutlich wären die Antworten nicht kind- oder altersgerecht. Daher habe ich mich da relativ knapp gehalten. Was sich an diesem Wochenende als besondere Herausforderung gezeigt hat. Die Maus hat sehr oft ihren Wunsch geäußert Mama und Papa wieder als richtige Familie haben zu wollen.

Blog_01Am Freitag sind wir nach der KiTa ins Schwimmbad. Endlich den neuen Badeanzug ausprobieren. Die kleine Maus und ich hatten sehr viel Spaß. Es wurde fleißig gerutscht und die Maus hat ihre ersten Versuche im großen Becken unternommen. Sie ist zwei ganze Bahnen mit ihrem Schwimmgürtel geschwommen. Da war ich als Vater mächtig stolz auf meine Tochter. Nach ca. 2 Stunden sind wir duschen gegangen und dann gab es Abendbrot im Schwimmbadrestaurant. Da hat jemand gestrahlt. 😀 Müde, satt und zufrieden ging es dann nach Hause. Nach viel Vorlesen und kuscheln hat mein kleiner Stern irgendwann geschlafen und ich hab dann glücklich über die Zeit mit meiner Tochter und sehr nachdenklich über das neuste Vorgehen ihrer Mutter, irgendwann die Augen zu gemacht.

Am Samstag haben wir uns ein klassisches Frühstück gegönnt. Nachdem wir vom Bäcker zurück wahren haben wir es uns gut gehen lassen. Danach ging es mit Proviant in den Zoo. Nach der klassischen Bootsfahrt und der Vogel Show gab es Mittagessen und am Nachmittag haben wir uns die Robbenshow angesehen. Wir waren auch bei den Elefanten, wo es seit ca. zwei Wochen Nachwuchs gibt. Nachdem wir alle Tiere bestaunt haben, haben wir noch „etwas“ Zeit auf dem Spielplatz verbracht. 😀 Gegen 17:00 Uhr habe ich dann doch mal versucht meine Räubertochter einzufangen und zum Gehen zu motivieren. Immerhin stand noch der Heimweg an, Duschen und Abendbrot. Nach etwas Murren ging es dann zum Auto und Zuhause unter die Dusche. Das Duschen war bitter nötig, denn kurz vor Ende dieses schönen Tages hat sich die kleine Maus am Bachlauf des Spielplatzes auf die Nase gelegt inkl. einer Schramme am Knie. Frisch gewaschen gab es Abendbrot und dann ging es ins Bett. Wieder ging der Tag viel zu schnell zu Ende. Es gab am Abend, aber auch im Zoo sehr viele Fragen zu Mama und Papa und dem warum. Dieses „Warum?“ kann ich sehr gut verstehen, aber eben nicht beantworten, weil ich die Antwort selber nicht weiß. Ein großer Teil in meinem Herzen wünscht sich das dieser Wahnsinn aufhört und die guten Zeiten, die sein sollten, sein würden oder zumindest dieses konfrontative Elternmodell aufhört. 😦

Am Sonntag begann der Tag sehr früh. Entweder nachdem mich die Sonnenstrahlen oder mein kleiner Sonnenschein geweckt haben. Wer von beiden schneller war, ich weiß es nicht. Nachdem Frühstück fuhren wir in einen Kinderfreizeitpark bei uns in der Nähe. Ein Arbeitskollege hatte mir noch eine Vergünstigung gegeben und daher dachte ich mir, es wäre doch eine angenehme Abwechslung. Die kleine Maus und ich waren dort noch nicht zusammen, also fuhren wir gegen 9:30 Uhr los. Nachdem ersten kleinen Drama, einem aufgeschürften Knie, haben wir uns die Fahrgeschäfte vorgenommen. Davon gab es reichlich und für mich fahren die alle neu, aber der kleine Profi an meiner Seite hat souverän das Kommando übernommen. Wir sind Wildwasserbahn, Achterbahn, Geisterbahn, Karussell und Schiffsschaukel gefahren. Besonders die Schiffsschaukel war der Hit! Dort sind wir auch dreimal nacheinander gefahren. Die kleine Maus hat einfach nicht genug davon bekommen. Gegen halb sechs haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Etwas schlapp und müde hat mich die Maus gebeten sie auf die Schulter zu nehmen. Als die Kleine oben saß hat sie erzählt, wenn jetzt sie auf den Schultern von Mama, Mama auf meinen Schultern und noch das Baby auf ihren Schultern säße, dann wären wir eine riesen Familie. Die Vorstellung fände ich auch sehr schön, aber die Realität und die neuste Entwicklung geben dafür keinen Anlass. Im Gegenteil diese macht mich sehr traurig.

Am Montag hieß es dann wieder Abschied nehmen für zehn lange Tage. Nachdem aufstehen habe ich der Maus noch eine Geschichte vorgelesen und dann haben wir uns angezogen. Nachdem Frühstück hab ich meinen traurigen kleinen Stern zur KiTa gebracht. Dort kamen die Traurigkeit und auch ein paar Tränen vollends heraus. Nach einigem Trösten und Umarmungen, wurde ich sehr sanft raus geschubst und sehr lang und liebevoll gedrückt. Sehr langsam machte sich mein Baby auf den Weg in seine Gruppe. Mit sehr schwerem Herzen und Tränen in den Augen ging ich zu meinem Auto und fuhr zur Arbeit.

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