#06 Papa“wochenende“…

am Mittwoch, den 5. April war es wieder soweit und die Papazeit stand wieder an. Wie immer habe ich meinen kleinen Stern am Kindergarten abgeholt und wurde stürmisch begrüßt. Nachdem meine Tochter mich aus ihren Armen gelassen hat, habe ich ihre Sachen zusammen gepackt und die kleine Maus hat sich angezogen. Im Anschluss sind wir zwei zum Einkaufen gefahren und haben uns für das Wochenende eingedeckt. Als besonderes Bonbon hat sich die Kleine eine Badewannenbrause-Blubber Ei ausgesucht, was am Abend auch gleich ausprobiert worden ist und ein voller Erfolg war. In jeder Hinsicht, meine Tochter hatte Spaß beim Duschen und ich musste keine Überzeugungsarbeit leisten um sie unter die Dusche zu bekommen. Das hat mir sehr gut gefallen. 😀

Am Donnerstag verlief der Morgen wie gewöhnlich, Frühstück, Anziehen, Kind zur KiTa, Papa zur Arbeit. Während meiner Mittagspause habe ich noch Erdbeeren gekauft für das Kinderkostümturnen am Nachmittag und pünktlich wie immer habe ich Feierabend gemacht und meine Tochter abgeholt. Was mich etwas überrascht hat, war die Aussage der Erzieherinnen, dass seitdem Mittag Ronja immer wieder nach Papa gefragt hat. Das war neu und ungewöhnlich, daher gab es erneut eine sehr liebevolle Begrüßung und auch ein wenig „Schimpfe“, dass ich „so spät“ bin. Mit viel Liebe in meinem Herzen über die Sehnsucht meiner Tochter sind wir dann zum Turnen gefahren. Als Schmetterling verkleidet mit frischen Erdbeeren fürs Buffet stürmte meine Tochter los und ich hatte erstmal eineinhalb Stunden frei. In denen ich einige Besorgungen gemacht habe. Um 18:00 Uhr habe ich meinen kleinen Stern wieder abgeholt und mit einem großen Staunen hat mir meine Tochter berichtet, dass alle Kinder „ihre“ Erdbeeren genascht haben und die Schüssel leer. Ich habe mich gefreut, dass es meiner Tochter und allen anderen Kindern geschmeckt hat. Nachdem Abendbrot etc. haben wir noch gekuschelt und ich habe ihr noch zwei Geschichten vorgelesen.

Am Freitag war der letzte KiTa-Tag vor den Osterferien, dem entsprechend gab war es ganz wichtig, dass die selbstgebastelten Osterdekorationseier mitnehme und wir diese an die an unsere, im Moment, Osterpalme hängen. Das hat der Papa auch am Nachmittag zusammen mit dem kleinen Stern und Papas Freundin gemacht. Der restliche Nachmittag verlief in lustiger und geselliger Runde und besonders meine Tochter freute sich auf das backen am nächsten Tag.

Am Samstag machten sich meine Kleine und ich einen ruhigen Vormittag und nach einem misslungenen Versuch Süßkartoffel-Fritten zu machen, haben wir dann doch nur Fischstäbchen mit Erbsen gegessen. Am Nachmittag kam dann unsere Backhelferin und zuerst haben wir einen Spaziergang gemacht der sehr lustig war und uns allen half durchzuatmen. Im Anschluss wurde dann sehr kreativ gebacken, ein Osterhasenbrot-Muffin-Turm-Kuchen. Es war ein äußerst kreativer Prozess, allerdings ist das Ergebnis geschmacklich nicht so überzeugend gewesen. Da muss ich mich für die Zukunft noch steigern bzw. aufpassen, dass mich meine eigenen Ansprüche nicht zu sehr unter Druck setzten. Gegen Ende des Backens hat auch leider etwas die Stimmung gekippt, was meiner Freundin und mir gezeigt hat, dass wir beide unsere Geschwindigkeit vom Möchten, dem Möglichen anpassen sollten. Zum Glück haben wir beide dies erkannt und sind beide bereit diesen Schritt zu gehen. Was, leider, erstmal bedeutet etwas Tempo rauszunehmen. Meiner Tochter musste ich das am Sonntag erklären, weil mein kleiner Stern und meine Freundin sich erfreulicherweise auf Anhieb sehr gut verstanden haben und die kleine Maus sehr freudig von ihr erzählte und nach ihr gefragt hat. Ich hoffe dass sie und ich das hinbekommen und dass einfach nur ein Anfangsproblem gewesen ist, weil wir zu schnell, zu viel wollten.  Meiner Tochter, aber auch mir wünsche ich, dass uns eine erneute Enttäuschung, und es völlig egal wer daran Schuld hat oder wer, was, wie gemacht hat, erspart bleibt.

Der Sonntag war ein ruhiger Tag, nachdem wir uns an dem Osterhasenbrot-Muffin-Turm-Kuchen bereits am Samstagabend versucht hatten und feststellen mussten, dass nur das eingemauerter Osterhasenbrot uns beiden schmeckt, was aber schwierig zu erreichen war, sind die Maus und ich zum Bäcker gefahren und haben uns Brötchen geholt. Zuhause haben wir dann erstmal in Ruhe gefrühstückt und im Anschluss begann ein Vorlesemarathon für Papa, das Conni Buch von vorne bis hinten und Drache Kokosnuss und als Papa nicht mehr lesen konnte, haben wir das Trolls Hörbuch rauf und runter gehört. Zum Mittagessen es gab schwarze und braune Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan, wobei meine Tochter nur Nudeln mit Käse gegessen hat. Danach sind wir ins Schwimmbad gefahren und haben uns dort einen gemütlichen Nachmittag gemacht. Meine Tochter hat, mit ihrem Schwimmgürtel, fleißig schwimmen geübt, was auch schon ziemlich gut geklappt hat und mich als Vater mit einem gewissen Stolz erfüllt hat. Nach dreieinhalb Stunden im Schwimmbad sind wir etwas müde, aber zufrieden wieder nach Hause gefahren und haben uns einen gemütlichen Restsonntag gemacht. Die kleine Maus hat freudig erzählt, dass sie sich auf die Ferien bei Oma und Opa freut und gegen 19:00 Uhr hat sich auch nochmal mit Mama telefoniert und danach hat sie voller Vorfreude weiter erzählt. Dann ging es ins Bett, was auch eine gewisse Herausforderung war, aber wer kann das einer fünfjährigen verübeln. Ferien sind toll und wenn man dann noch zu Oma und Opa fährt darf man sich ach freuen!

Am Montag hieß es dann Tasche packen und Abschied nehmen, um 7:45 Uhr kam ihre Mutter die kleine Maus bei mir abholen. Leider erwiderte ihre Mutter weder meine Begrüßung noch meine Verabschiedung. Zwar ist mir klar, dass die Abholung an diesem Montag nicht nach dem Gusto* von meiner Exfrau verlaufen ist, aber warum man dann vor unserem gemeinsamen Kind kein „Hallo“ und „Tschüss“ rausbekommt ist und bleibt mir ein Rätsel. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass unsere Tochter im Freuden- und Vorfreudentaumel nicht viel bis gar nichts davon mitgebekommen hat. Was irgendwie auch am wichtigsten ist!

Jetzt ist erstmal zehn Tage Pause, ich wünsche meiner Tochter sehr viel Spaß an Ostern bei ihren Großeltern und mal sehen ob der Osterhase auch etwas bei Papa versteckt.

Allen Lesern wünsche ich Frohe Ostertage!

*Meine Exfrau wollte unbedingt, dass wir die „Übergabe“ am Schwimmbad Parkplatz machen und hat das leider in einer Art und Weise gefordert, der ich unmöglich nachgeben konnte, noch wollte ich diesen völlig unnötigen Umweg, für uns beide, zum Schwimmbad fahren. Inzwischen fühle ich mich in solchen Situationen wie ein Gefangener, auf der einen Seite möchte ich anders handeln, auf der anderen Seite kann ich mich nicht einer Fortführung, dieser aus unserer Beziehung stammenden Rollenverteilung, weiter Untertan machen. Die Partnerschaft ist zu Ende und meine Exfrau bestimmt eben nicht selbstherrlich was ich zu tun und zu lassen habe. Vermutlich hätte man das Mini-Problemchen mit einem Telefonat zügig klären können, aber Telefonieren möchte meine Ex nicht und einfach anrufen, möchte ich nicht. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass nicht wieder ihre „Stalking Fantasien“ losgehen. Nach einigem Hin und Her per E-Mail bin ich soweit standhaft geblieben und am Ende hat sie unsere Tochter bei mir abgeholt, was erneut reibungslos funktioniert hat. Die letzten Wochen haben mir leider, an diesem und einigen anderen Ereignissen, sehr deutlich gezeigt, dass das Tempo indem wir beide unsere Trennung verarbeiten sehr unterschiedlich ist und anscheinend schon eine winzige Kleinigkeit reicht um wieder einen Sturm im Wasserglas auszulösen, auch ohne jedes Warnzeichen. Mich macht dies alles sehr traurig und betroffen. Unsere Partnerschaft ist sicher unwiederbringlich vorbei, aber für unsere Elternschaft sollten wir beide die Hürden und Hindernisse überwinden um für unsere Tochter zumindest gute Eltern zu sein, gerade weil wir es für uns und unsere Tochter nicht geschafft haben ein Zuhause zu erhalten und eine Familie zu bleiben.

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