#03 Papa“wochenende“…

am letzten Mittwoch war wieder Papa angesagt. Nach einem erfüllenden Arbeitstag hab ich meinen kleinen Stern in der KiTa abgeholt. Dick eingepackt war sie mit einem anderen Kind draußen auf der Schaukel friedlich am spielen. Nach einem kurzen Schnack mit der Erzieherin, bei dem außer der Erkältung nichts weiter Thema war, wurde mir noch das traurige Highlight des Tages gezeigt. In der Nacht auf Mittwoch ist in den Kindergarten eingebrochen worden und der Wandtresor rausgebrochen und mitgenommen worden. Für die Kinder war das aufregend, für den Rest vollkommen unverständlich und äußerst ärgerlich. Hoffentlich finden sie diese PENNER und das zuständige Gericht wendet die ganze Härte des Gesetztes an. Zur Info §244 StGB sieht einen Strafrahmen von 6 Monaten bis 10 Jahre vor.

Nachdem die erste Aufregung sich gelegt hat und Papa der Einbruch gezeigt wurde, zeigte sich schon, dass der kleine Stern ziemlich platt ist. Ihre Mutter meinte es sei eine kleine Erkältung mit starkem Husten. Beim Arzt war sie aber nicht, obwohl am Samstag noch besprochen worden ist, dass bei starkem Husten aufgrund der Vorgeschichte immer zum Arzt gegangen wird. Der Husten hielt sich am restlichen Nachmittag bzw. Abend in Grenzen und wir sind erstmal zum Fleischer und dann noch Einkaufen. Im Supermarkt hatten wir dann so lebensunfähige Typen vor uns an der Kasse, die wohl von ihren Frauen zum erstmal alleine zum Einkaufen geschickt worden sind. Gefühlt standen wir da ewig und der kleine Stern wurde ziemlich quengelig. Meiner Meinung nach zu recht, da war ein Kerl, der hat vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben Einkäufe in eine Tüte gepackt. Irgendwann durfte ich bezahlen und dann gings nach Hause. Der kleine Stern hat noch etwas gespielt und Papa hat die Einkäufe weggeräumt und nebenbei lief ein Hörbuch. Gegen 18:00 Uhr gabs Abendbrot und nach der Vorlesezeit war der Mittwoch zu Ende.

Der Donnerstag war ein normaler Donnerstag. Aufstehen, Frühstück, Kind zur KiTa und Papa zur Arbeit. Nachmittags haben wir wegen der Erkältung das Kinderturnen ausfallen lassen und sind etwas draußen herum gelaufen und haben noch ein paar Sachen besorgt. Cool war, wie der kleine Stern den Boxsack verhauen hat, als wir im Sport- und Outdoorgeschäft waren. 😀

Am Freitagmorgen wollte die Kleine dann partu nicht in die KiTa, weil sie „so krank ist etc.„. Also hat Papa sie kurzerhand mit ins Büro genommen. Etwas Spielzeug zusammen gepackt und auf gehts. Mit Lillifee, Kunststoffkonstruktionsspielzeug und zahlreichen Büchern war der Tag im Büro auch ziemlich cool. Am späten Nachmittag musste Papa dann mal wieder seine Pflicht tun und einen Satz mit dem Luftgewehr für den Verein schießen. Das fand die Kleine ziemlich aufregend und auch Papa war recht zufrieden mit seinem Ergebnis. Im Schützenhaus gab es dann noch Abendbrot und dann ging es nach Hause, wo der Tag dann noch nicht zu Ende war. Denn Papa hat Besuch bekommen und der Besuch hat erstmal dem kleinen Stern eine Geschichte vorgelesen und Schmuck gebastelt. Da haben die Augen geleuchtet, aber irgendwann musste Papa mal ein Machtwort sprechen und den kleinen Stern ins Bett packen. Der Abend verlief ruhig und nach einer Geschichte machte die Maus auch die Augen zu, denn am nächsten Tag stand das eigentliche Highlight des Wochenendes an.

_bogen201702Am Samstag hieß es dann frühstücken und warm anziehen. Mit Papa ging es zum 100 Meter Distanzschießen mit dem Bogen. Vielleicht für die Leute die nicht dem Bogensport nachgehen, eine kurze Erklärung. Es gibt diverse Bogenarten und entsprechende Wettkämpfe. Besagter Wettkampf fand draußen statt. Das ist Ziel ein 2×2 Meter großes Tier in 100 Meter Entfernung. Geschoßen werden 2 Durchgänge à 6 Runden je 5 Pfeile. Nachdem wir uns warm angezogen haben, heißen Tee mitgenommen haben und einen kleinen Snack, sind wir gegen 9:00 Uhr losgefahren. Haben uns angemeldet und um 10:00 Uhr ging es los mit dem Einschießen, nachdem alles stimmte, es ist ein Blankbogenwettkampf, sehr angenehm, einfach zielen und loslassen, folgte um 11:00 Uhr die offizielle Begrüßung und dann flogen auch die ersten Pfeile durch die Luft. Mit meinem persönlichen Fanclub war ich zwar eine Ausnahme, aber es hatten daran alle ihren Spaß und dem kleinen Stern hat es auch sehr gut gefallen. Ein Kinderlachen ist eben etwas wunderbares, ehrliches und fröhliches. Nachdem ersten Durchgang ging es gut gelaunt zum Mittagessen, es gab eine leckere, warme, hausgemachte Suppe in rustikaler, gemütlicher Atmosphäre. Danach ging es wieder raus zum zweiten Durchgang. Nachdem das Suppenkoma überwunden war, ging es auch wieder in bester Laune und mit Freude am Bogensport weiter. Gegen 15:00 Uhr flog der letzte Pfeil zum Ziel und nach der Trefferaufnahme wurde zusammengepackt und es ging wieder ins warme Schützenhaus mit dem warmen Ofen, wo wir auf die Siegerehrung gewartet haben. Nach einer kurzen halben Stunde, in der es für Papa einen Kaffee und für die Kleine einen warmen Kakao gab, wurden die Sieger geehrt. Es gab drei Klassen, Jugendliche, Damen und Herren. Zum ganzen Stolz meiner Tochter machte ihr Papa den 2. Platz mit 355 Punkten, der 1. Platz holte 375 Punkte und der 3. Platz holte 295 Punkte. Zufrieden und sehr angetan von diesem schönen Tag sind wir nach Hause gefahren und haben einfach noch den restlichen Samstag ausklingen lassen. Ca. eine halbe Stunde nachdem der kleine Stern geschlafen hat, hat auch Papa die Augen zu gemacht. So ein Tag an der frischen Luft ist gesund und macht müde. 🙂

Nachdem gemütlichen Ausschlafen sind wir ganz entspannt in den Sonntagvormittag gestartet. Haben eine Ritterrüstung gebastelt mit einem anspruchsvollen Wappentier. Es musste irgendein spezielles Einhorn sein, dass aus einer mir unbekannten Fernsehserie stammt. Nach einer recht mühevollen Suche haben wir ein geeignetes Motiv gefunden und es mitten auf den Harnisch geklebt. Nachdem „schmieden“ einer Rüstung, hat Papa gekocht. Fischfilet mit Kartoffeln und Möhren. Nach der Mittagspause hab ich mir das Energiebündel geschnappt und wir sind in ein Tobeland gefahren, damit sich der kleine Stern richtig austoben kann. Nach mehreren, anstrengenden Stunden haben wir dann unsere sieben Sachen gepackt und haben den Heimweg angetreten, der mit einem Zwischenstopp in einem Sushi Restaurant gekrönt wurde. Dort gab es ein Sushi-Laufband, dass der Knaller war. Für die Kleine war das Essen auf dem Laufband der Hingucker und geschmeckt hat es ihr auch. Nachdem wir alle satt waren, haben wir noch einen kurzen Abstecher gemacht und uns etwas angesehen, um dann irgendwann Abends Zuhause anzukommen. Sehr müde und sehr zufrieden fiel die Maus ins Bett und schlief sofort ein.

Am Montag, nachdem aussschlafen haben wir die Sachen zusammengepackt und es ging zum Kindergarten. Nach ein wenig Gerede über das Wochenende und wie schön es war, haben wir uns verabschiedet, diesmal leider für 3,5 Wochen. 😦

 

6 Gedanken zu “#03 Papa“wochenende“…

  1. Ich muss einfach mal einwenden: Seit ich in den Fingern meine nichtgeliebte Arthrose habe, kann ich schlecht Kleingeld an der Kasse aus dem Portmonee herausholen und das Einpacken der Waren geht nicht mehr so zügig wie früher. Ich ärgere mich über meine Ungeschicklichkeit und fühle mich unter Druck gesetzt, weil es doch schnell gehen muss…….Dabei haben wir doch auch an der Kasse eigentlich alle Zeit der Welt, oder? Liebe Grüße auch an das Sternchen! Regine (64)

    1. Hallo Regine,
      nein natürlich haben wir grundsätzlich auch beim Bezahlen alle Zeit der Welt. Das war in der Situation allerdings schon eine sehr unglückliche Verkettung. Vor mir standen alles Männer in meinem Alter, die sich sehr ungeschickt angestellt haben. Von altersbedingten oder gar körperlichen Einschränkungen war nichts zu sehen. Ich hätte es ja noch verstanden, wenn einer mit der Kassierein geflirtet hätte, aber die Situation war einfach nur zum „Kopf schütteln“.
      Liebe Grüße und einen sonnigen Tag!

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