Heimat…

ist dort, wo man hinkommt und angekommen ist, egal wie lange man nicht da war. Nachdem ich den sehr schönen Beitrag von Jule gelesen habe, habe ich über Zuhause und Heimat nachgedacht. Die dritte Kalenderwoche 2017 ist nun auch vorbei und das Jahr nimmt seinen Lauf.

Mein Wochenende hat bereits am Donnerstag begonnen und wie fast immer bin ich mit dem Zug in die Heimat gefahren. Diesmal ohne den kleinen Stern, weil dieses Wochenende ein Mamawochenende ist, diese Ausdrücke und Begriffe fühlen sich immer noch falsch an, weil sie es vermutlich auch sind und bleiben werden. Nach einer pünktlichen und ereignislosen Zugfahrt bin ich am Donnerstagabend zur Mitgliederversammlung von meinem Karnevalsverein gegangen. Richtig, ich bin eine rheinische Frohnatur mit Uniform und allem was dazu gehört, auch wenn die Uniform jetzt etwas lockerer sitzt als letztes Jahr ;). Kaum war ich da, war es als wäre ich nie wirklich weg gewesen. Jetzt kennt man sich schon einige Zeit, nächstes Jahr bin ich zehn Jahre Prinzengardist, also schon ein klein wenig, auch wenn ich die letzten Jahre nicht allzu oft da war und trotzdem freut man sich alte Bekannte wieder zu sehen und neue Gesichter kennenzulernen. Es war ein schöner, geselliger Abend mit alten und neuen Freunden. Die herzliche Offenheit, die das Rheinland so besonders macht, war vom ersten Moment an zu spüren.

Am Freitagmorgen aufzustehen ohne, das die Kleine bereits durch mein Elternhaus geistert, war für mich merkwürdig. Es war allerdings auch das erste Mal, seit sie geboren wurde und wird leider auch nicht das letzte Mal sein, vermute ich. Ich nehme an, dass wird besser werden mit der Zeit. Dieser Moment hat mir aber auch gezeigt, dass diese Trennung von seinem Kind vermutlich immer irgendwie unnatürlich bleiben wird, auch wenn die Intensität dieses Gefühls vielleicht abnehmen wird. Nach dem ich einen guten Kaffee getrunken habe und mit meinem Vater einen netten Plausch hatte, war mein Kopf soweit wieder frei und ich habe den Rest des Tages ein paar Sachen erledigt und Abends ging es dann zum Karneval mit dem frisch proklamierten Dreigestirn. Es war ein heiden Spaß, der zu später Stunde noch mit Speck und Ei in der Prinzenklause zu Ende ging.

Nach der langen Nacht am Freitag und einem entsprechend späten Aufstehen, begann der Samstag gegen Mittag. Es muss schließlich zumindest einen Vorteil haben ohne den kleinen Stern unterwegs zu sein, allerdings würde ich grundsätzlich lieber früh geweckt werden nach einer kurzen Nacht, als andersherum, aber ihre Mutter möchte eben, dass die Situation so bleibt und fortgeführt wird, aber zurück zum Samstag. Nachdem Frühstück, war es auch schon fast wieder soweit sich fertig zu machen für die zweite Runde Karneval. Bereits am Nachmittag stand der erste Auftritt an und sollte sich dann gefolgt von einem Besuch bei einem befreundeten Verein bis in den Abend oder besser gesagt in die späte Nacht erstrecken. Am Nachmittag waren auch die Kindertanzgruppen dabei und nach einem Zwischenstopp an unserem Vereinslokal, ging es zur Abendveranstaltung. Dort wurde sich die Sitzung angesehen und es gab auch einen Auftritt. Zu später Stunde, es war bereits 01:30 Uhr sind dann alle von unserem Bus abgeholt worden und es ging zurück in die Heimat, wo ein harter Kern noch einen Abstecher in die Schnitzelkurve gemacht hat. Der harte Kern waren unsere Tanztrainerin, das Dreigestirn und zwei Gardisten, von denen einer ich wahr und immer noch nicht so recht weiß, wie ich zu der Ehre gekommen bin. Zumindest war es lecker und lustig und irgendwann gegen vier Uhr war ich dann in meinem Bett und habe friedlich und zufrieden geschlafen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der, leider, notwendigen Rückreise. Gegen Mittag ging mein Zug und nach einer ereignislosen und pünktlichen Fahrt mit der Bahn, war ich am Abend zurück und freue mich schon auf diese Woche und das kommende Papawochenende, welches leider erst am Donnerstag beginnt.

 

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