#01 Papa“wochenende“ Teil eins…

in 2017! Endlich hat meine Tochter ihren Papa wieder. Im Kindergarten wurde ich sehr stürmisch begrüßt, als ich meine kleine Tochter am Mittwochnachmittag abgeholt habe. In aller Ruhe großer Aufregung hat mir mein kleiner Stern ganz viel erzählt. Die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus, mein persönliches Highlight war die Aussage, dass ihre Füße mindestens so groß sind wie von einem Bären. Das hat sie gemessen. 🙂

Zuhause haben wir dann Sticker in ihr Sammelalbum geklebt, die beiden letzten Türchen im Adventskalender aufgemacht, etwas mit dem Feen Schloß gespielt und zum Schluß durfte sie noch 20 Minuten fernschauen. Davon bin ich zwar kein großer Fan, aber das Wetter war regnerisch und sie war ziemlich platt. Für sie ist es, soweit ich weiß, die erste KiTa Woche nach zwei Wochen Ferien.

_abendbrotDanach gab es Abendbrot mit Knolli© dem leckeren Kartoffelbrot. Eine Scheibe mit Kassler und eine, ich bin immer noch erstaunt, mit Käse. Nach einigem Bitten von Papa, wurden auch ein paar Stückchen Karotte verspeist, wobei ich das mehr in den Bereich Homöopathie einordnen würde, aber sie hat es zumindest probiert. Mehr als aktiv anbieten kann man nicht. Zwang ist da keine wirkliche Lösung. Daher würde ich sagen es war ein ausgewogenes Abendessen. Nachdem Essen haben wir uns bettfertig gemacht. Wir haben zusammen die Zähne geputzt und danach hat sich die kleine Maus ins Bett gekuschelt und Papa hat sich mit Buch zum Vorlesen neben sie gesetzt und prompt wurde sich auch eng an Papa gekuschelt. Papa hat das ganze Ritterbuch vorgelesen. Nach einem Gute-Nacht-Kuss, einem Drücker und einmal Decke aufschütteln, durfte ich dann gehen. Die Maus durfte sich noch ein Buch anschauen und ca. 10 Minuten später hätte ich das Licht ausgemacht. So war die Idee.

Nach ca. fünf Minuten begann mein kleiner Stern allerdings nach Papa zu rufen, erst normal und ich dachte mir dabei nichts weiter und blieb im Wohnzimmer. Dann kam noch ein bitterliches Weinen hinzu und deshalb bin ich nachschauen gegangen und habe gefragt was denn los ist. Meine unsere Tochter sagte mir, dass sie Angst hat und traurig ist, weil Mama nicht auch da ist und das sie sich wünscht, dass wir wieder zusammen wohnen und eine richtige Familie sind. Da war ich erstmal baff, weil ich das so direkt und in dieser Klarheit bisher noch nicht von ihr gehört hatte, vor allem weil Mama und die Trennung überhaupt kein Thema war. Soviel zu dem Schwachsinn von dem Gespräch bei der Beratungsstelle am Mittwochmorgen, „die Maus ist nicht traurig, die Kleine wird deswegen nicht traurig bleiben, blablabla“. Nun ich habe ihr gesagt, dass es vollkommen in Ordnung ist traurig zu sein und auch den Rest des Mantras, welches die Trennungs- und Scheidungsindustrie empfiehlt habe ich runter gebetet, dabei hat sich meine Tochter eng und fest an mich gekuschelt und dann haben wir beide flach und langsam geatmet. Nach ca. 15 bis 20 Minuten hat sich mein kleiner Stern wieder etwas beruhigt und Papa hat einen Versuch gewagt zu gehen. Kurz darauf schlief sie ruhig, mit Bella* im Arm, die sie jetzt 3 Wochen nicht bei sich hatte, ein und träumte, hoffentlich, etwas schönes.

So ging der erste Abend 2017 mit meiner Tochter, nach einer viel zu langen Zeit des Wartens, viel zu schnell und mit mehr und anderer Emotion als gedacht, zu Ende.

Am Donnerstagmorgen, also heute, habe ich dann festgestellt, dass sich nicht alles geändert hat. Meine Tochter ist immer noch ein Uhrwerk und stand pünktlich zwischen 06:00 Uhr und 06:30 Uhr auf, allerdings steht Papa bereits um 06:05 Uhr, mit Hilfe des Weckers auf. 😉

Der Morgen verlief im Großen und Ganzen wie 2016 auch. Aufstehen, Toilette, anziehen, Frühstück, Tochter zur KiTa, Papa zur Arbeit. Könnte eigentlich jeden Tag so sein, aber zwei Dinge sind anders und zwar gibt es jemanden, der das nicht möchte, aber das ist eben so und heute ist der erste Tag an dem ich meine Tochter zur Kita hinbringe und abhole, daher war die Freude bei meiner Tochter groß, als ich ihr gesagt habe, dass Papa sie nachher auch wieder abholt. Das ist eben das Neue an 2017.

Der Arbeitstag verging im Flug und gegen 16:00 Uhr war Papa an der Kita. Kurzer Schnack mit den ErzieherInnen und nochmal Bescheid gesagt, dass die Maus am Freitag nicht kommt, weil wir wegfahren. Daher „Tschau bis Montag!„.

Nach der KiTa ist Donnerstagnachmittags seit einigen Monaten das Turnen für „große Kinder“, wie meine Tochter immer gerne sagt. Zu meiner großen Erleichterung hat alles geklappt. Meine Rückfrage bei ihrer Mutter bzgl. Trainingszeiten, Turnzeug etc. verlief leider nicht komplett erfolgreich. Wie man im Spinn Off lesen kann, ist auch im neuen Jahr mit der Mutter weder irgendwas selbstverständlich, noch einfach², aber darüber möchte ich hier und jetzt nicht weiter etwas sagen. Zum Glück konnte mir ein anderer Elternteil, mit dessen Kind meine Tochter zum Turnen geht, die notwendigen Infos geben. Danke dafür und zurück zu meiner Tochter und dem Donnerstag.

Erschöpft, aber zufrieden ging es nachdem Turnen nach Hause. Weil es morgen mit dem Zug auf eine Wochenendreise geht, wurde sich geduscht inkl. Haare waschen mit Kämmen (alles nicht so sonderlich hoch im Kurs bei meiner Tochter) und danach gab es Abendbrot und das restliche Ritual. Es wurde sehr viel gekuschelt, meine Tochter wollte mich gar nicht mehr loslassen, deutlich mehr als eine Geschichte vorgelesen und dann hieß es Licht aus und schlafen. Leider wurde ich nach ca. 15 Minuten wieder gerufen und mein unser kleiner Stern erzählte mir, wie gestern, von ihren Ängsten und Wünschen. Nach gemeinsamen Atmen und beruhigen, schlief sie ein und träumt hoffentlich von der Zugfahrt die wir morgen machen oder von etwas anderem schönen.

*Bella ist das Sorgenfresser-Kuscheltier, was die kleine Maus vor Weihnachten bei mir vergessen hat, aber anscheinend nicht so sehr vermisst. Mein Frage bzw. mein Angebot vom 30. Dez. 2016 ob ich es vorbeibringen soll oder es abholt wird, blieb unbeantwortet.

²Natürlich weiß ich, dass da immer zwei dazu gehören, wie mein Blogtitel auch schon sagt. Allerdings ist mir ein Ausbleiben einer Antwort auf die Frage, wann denn das Turnen ist, schlicht unerklärlich.

 

 

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12 Gedanken zu “#01 Papa“wochenende“ Teil eins…

      1. Joa, ging jetzt drei Wochen auch ohne. Daher schätze ich ist Bella nicht so wichtig. Das Ding wurde halt irgendwann abgeschleppt nachdem ich ausziehen musste, allerdings wurden relativ schnell keine Sorgen mehr an Bella weiter gegeben. Seit Monaten erzählt mir die Kleine direkt was sie traurig macht und was sie sich wünscht. Papa ist anscheinend der bessere Sorgenfresser. Auch wenn diese Sorgen nicht sein müssten, aber naja ist nunmal so.

      2. bei uns kommen keine Sorgen rein, sondern Dinge wie “ welche Sachen ist du am liebsten Bill?“. usw
        Sie möchte ihm die Sachen dann abends immer hinstellen, damit er gut versorgt ist.

  1. Wenn sich die Eltern trennen, ist das immer schlimm für alle, auch für die Kinder. Sogar meine erwachsenen Söhne haben unsere Scheidung nicht so leicht weggesteckt. Den Kindern ihre Trauer zu lassen ist ein guter Weg. Auch bei den kleinen Sternen! Hoffentlich habt Ihr einen schönen kleinen Urlaub! Liebe Grüße! Regine

      1. Ja, so ist es. Ich wollte damals meinen Kindern die Trennung ersparen und wartete ab. Als ich ihnen dann sagte, dass ich ausziehe, meinten beide:“Na endlich! Zum Glück machst Du das. Für uns waren die Spannungen oft ziemlich unerträglich.“ Na ja, das hilft Dir jetzt nicht wirklich weiter, ich weiß.

      2. Ja um für meine Tochter die Spannungen rauszunehmen bin ich auch ausgezogen und weil ihre Mutter das auch wollte. Heute weiß ich allerdings nicht ob das die richtige Entscheidung war.

  2. Pingback: #01 Papa“wochenende“ Teil zwei… | xypsilonzett

  3. Pingback: #BestofElternblogs Februar 2017 – Die Kellerbande

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