Papawochenende,…

mit Kindergeburtstag und Co.

Letztes Wochenende war ein Papawochenende. Dieses Papawochenende war aber etwas besonderes. Es ist das erste Papawochenende gewesen, andem meine kleine Maus zu einem Kindergeburtstag eingeladen war. Das war soweit auch kein Problem. Darüber haben meine Frau und ich schon sehr früh gesprochen und es war und ist klar, dass der Elternteil, bei dem die Kleine gerade ist, die Kleine hinbringt und wiederabholt. Natürlich können wir diese unsägliche und ungwollte Trennung beenden und an der Rettung unserer Ehe arbeiten, dann müssen wir uns nochmal über Kindergeburtstage etc. unterhalten, aber zumindest solange eine Seite (noch) nicht bereit ist das zu ändern, haben wir dafür eine Lösung.

Besonders war allerdings, dass in der Einladung zu dem Geburtstag expliziet stand die Kinder sollen eine Matschhose mitbringen bzw. anziehen, da es ein Indianergeburtstag ist, der draußen gefeiert wird. Am Freitagnachmittag habe ich dann die Kleine wie immer am Kindergarten abgeholt und gleich als erstes in die Übernachtungstasche geschaut. In dieser war weder die Krankenversicherungskarte, eine Matschhose und auch keine Gummistiefel. Zum Glück hat die Kleine ein Paar Gummistiefel und eine Matschhose in der Kita. Welche der Papa dann einfach miteingepackt hat. Damit wäre der Samstag also gerettet gewesen.

Nachdem ich alles verstaut habe, habe ich die Kleine in der Gruppe abgeholt, kurz bei den Erzieherinnen gefragt ob alles ok war und bin mit meiner Tochter nach Hause gefahren. Dort haben wir dann noch ein kleines Eis gegessen und das warme Wetter genossen. Im Anschluß gab es dann einen Disney Film und Flammkuchen als Abendbrot, damit war der Tag für die Kleine perfekt und Papa war auch sehr zufrieden als seine Maus nach zwei Kapiteln Tafiti* friedlich eingeschlafen ist.

Am Samstagmorgen sind wir dann zum Bäcker und Fleischer gefahren und haben ausgiebig und groß gefrühstückt. Das hat uns beiden sehr gut gefallen und einen riesen Spaß gemacht. Um 9:30 Uhr haben wir uns dann fertig gemacht und sind zum Geburtstag aufgebrochen, leider hatte es inzwischen angefangen zu regnen, daher hat die Maus gleich die Matschhose und die Gummistiefel angezogen. Um kurz vor 10:00 Uhr waren wir da und der Papa hat sich verabschiedet und ist wieder gefahren, weil große Kinder feiern ohne Mama und Papa. Der Vormittag verging relativ schnell und gegen 14:00 Uhr habe ich mich dann aufgemacht die kleine Squaw vom Indianergeburtstag wieder abzuholen. Als ich mich dem Tipi näherte erkannte ich zwar meine Tochter, aber irgendwas an ihr war anders. Genau die Matschhose! Zwar kam mir diese Matschhose auch bekannt vor, allerdings hatte ich diese ihr nicht angezogen. Wie sich heraus stellte h14355159_1266746453378041_6961387712656502943_natte meine Frau, irgendwann vor 10:00 Uhr eine Matschhose und ein Paar Gummistiefel vorbei gebracht. Weshalb auch immer. Da meine Tochter leider nicht schnell genug aus der ursprünglichen Garnitur gekommen ist, weil die Natur gerufen hat, war es gut, dass es eine zweite gab. Allerdings frage ich mich immer noch, warum meine Frau die Matschhose nicht in die Übernachtungstasche gepackt, sie kannte ja immerhin die Einladung und wusste, dass die Kinder eine Matschhose mitbringen sollen. Wie so vieles an der Frau der mein Herz gehört, bleibt mir auch dieses Verhalten ein Rätsel.

Nachdem wir uns verabschiedet haben sind wir nach Hause gefahren, dort hieß es erstmal duschen und Mittagspause machen, denn dieser Samstag war voller Aktion. Neben dem Geburtstag sollte es am Abend noch zum Lichterfest gehen. Das ist der Saisonabschluß unseres Freibades und ist eigentlich immer eine sehr schöne Sache. So gegen 17:30 Uhr haben wir uns dort mit einem Kindergartenkumpel und dessen Papa verabredet. Eigentlich wäre das soweit ein schöner, ruhiger Abend gewesen, wenn wir nicht einer anderen Mutter begenet wären, die gefragt ob meine Tochter morgen auch beim Fußball ist. Eigentlich war mein Kenntnisstand, dass die Kleine nicht spielen kann, weil sie noch nicht angemeldet ist. Nach einer kurzen Diskussion, sagte ich zu meine Frau anzurufen und nachzufragen. Nachdem wir beide uns dann gegen 19:30 Uhr auf den Heimweg gemacht haben, haben wir dann gegen 20:00 Uhr versucht meine Frau anzurufen, leider ohne Erfolg. Daraufhin war die Maus etwas traurig. Weil meine Frau keine Mailbox hat und die Kleine daher, anders als bei Papa, keine Nachricht hinterlassen kann, haben wir eine Sprachnachricht aufgenommen. Der Inhalt war natürlich die Bitte unserer Tochter, wie immer auf dem Traumbauernhof zu sein, denn in ihren Träumen wünscht sich die Kleine von ganzem Herzen, dass Mama, Papa und sie wieder eine richtige Familie werden (dass sind übrigens die Worte meiner Tochter, so hatte sie sich am Sonntag ausgedrückt!). Ob diese Nachricht angekommen ist, weiß ich nicht, aber darum geht es ja auch nicht. Wichtig war, dass das meiner Tochter geholfen hat. Danach ist sie auch ins Bett und quasi sofort eingeschlafen. Ich denke der Tag hat sie geschafft.

Jetzt war nur noch die Frage mit dem Fußball offen, also hab ich mir ein Herz genommen und versucht meine Frau anzurufen. Zuerst ging sie nicht dran, dann rief sie zurück, aber ich habe nichts verstanden. Dann irgendwann hat es geklappt und sie fragte nur ob die Kleine noch wach sei, ich sagte nein, „aber wegen des Fußballs wollte ich…“, aber zu mehr kam ich nicht, weil sie dann auflegte und wohl das Handy ausgestellt hat. Damit war für mich die Sache erledigt und ich hoffte nur, dass die Kleine am nächsten Morgen nicht wegen des Fußballes fragt. Danach legte ich mich nachdenklich ins Bett und habe über vieles nachgedacht.

Am nächsten Morgen hat mich die Kleine kuschelig und friedlich geweckt. Zuerst haben wir noch ein Kapitel gelesen und dann wollte sie frühstücken. Kein Wort vom Fußball. Sehr gut dachte ich mir. Der Sonntagvormittag verging ruhig und mit ein wenig Theater, weil Papa nicht so wollte wie die kleine Prinzessin, aber das ist eben manchmal so. Am Nachmittag haben wir das sonnige Wetter für ein Eis genutzt und sind im Anschluß auf den Spielplatz und haben einen schönen und gemütlichen Sonntag (leider nur) zu zweit ausklingen lassen.

*Ist ein Kinderbuch von Julia Boehme und Julia Ginsbach aus dem Loewe Verlag.

 

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