Die „Normalität“ ist zurück

…oder doch nicht so ganz. Nach den Papaferien, kam auch letztes Wochenende ein Papawochenende. Für mich gar kein Problem, ich liebe meine Tochter und verbringe sehr gerne Zeit mit ihr. Natürlich finde ich es für meine Tochter ein Stück weit sehr schade, dass ihre Mutter scheinbar nicht so sehr an einem gleichmäßigen Umgang interessiert ist. Ich hatte ihr gesagt, dass ich die letzten Wochen als sehr Papalastig empfunden habe, was ich für unsere Tochter sehr schade finde, aber mehr als dieses Problem ansprechen kann ich nicht. Nächste Woche haben wir den großen Termin bei der Erziehungsberatung, wo dann alle Probleme gelöst werden. *Kopf schüttel*

Zumindest ist das meine Wahrnehmung bezüglich der Erwartung der Mutter meiner Tochter. Es soll sich im Betreuungsplan etwas ändern, dass ist vermutlich auch normal nach ein paar Monaten, dass man ein Feintuning betreibt. Besonders interessant ist, dass die Mutter auch einen Wunsch nach Veränderung hat, aber auf Nachfrage bekommt man überhaupt keine Aussage was sich ändern soll bzw. in welche Richtung. Es gab lediglich ein diffuse Aussage, dass die Kleine weniger Wechsel haben soll, was ich etwas merkwürdig finde. Ich lasse mich mal überraschen. Ich habe die Mutter gebeten mir vor dem Termin ihre Vorstellungen mitzuteilen, aber bisher ist nichts bei mir angekommen. Zudem glaube ich, dass wir nicht wirklich das Jugendamt oder andere staatliche Stellen brauchen um den Betreuungsplan zu ändern. Zum einem, weil wir das mittelfristig einfach alleine hinbekommen müssen und zum anderen, weil ich auch keine Lust habe für jeden Pups der sich vielleicht mal ergibt mit dem Jugendamt etc. zu diskutieren, dafür gibt es auch einfach keine Veranlassung.

Für mich ist der Termin aber in einer anderen Hinsicht wichtig und zwar in Bezug auf das setzen von Grenzen. In den letzten beiden Wochen ist mir doch sehr deutlich aufgefallen, dass insbesondere wenn die kleine Maus bei Papa ist, ihre Mutter sich sehr stark einbringt. Teilweise sind das Anfragen wann sie anrufen soll, Stichwort allabendliche Telefonate, teilweise der Wunsch mehr zu wissen was die Kleine macht etc. und die letzte äußerst schwierige Entwicklung ist das Vorlesen von Gute Nacht Geschichten am Telefon. Ich bin gerne bereit ihrer Mutter eine Information zu geben was die Kleine macht und mir ist es auch wichtig ein vernünftiges Verhältnis mit der Mutter hinzubekommen, aber dafür ist es glaube ich notwendig, dass einige Entwicklungen der letzten Wochen überdacht und teilweise deutlich verändert werden. Denn so wie es im Moment ist kann das eben nicht weiter gehen. Diese vielen Telefonate sind sicherlich nicht gut für unsere Tochter bzw. wecken bei ihr den falschen Eindruck und auch dieses Wissen wollen bzw. einfordern, weiß ich auch nicht so richtig einzuschätzen. Zum einen möchte ich natürlich nicht kalt und abweisend ihr gegenüber sein, aber teilweise habe ich das Gefühl, dass es bei ihr den Wunsch gibt irgendwie Teil des Ganzen zu sein, aber dafür müsste sie, falls das überhaupt noch möglich ist, einen gänzlich anderen Weg einschlagen.

Ansonsten gilt meiner Meinung nach, Papazeit ist Papazeit und Mamazeit ist Mamazeit! Das heißt für mich auch, unsere Tochter ruft aktiv den abwesenden Elternteil an und nicht umgekehrt, aber hier sehe ich noch einen sehr langen und schwierigen Weg.

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