Willkommen im Alltag

Nachdem am Montag die Papaferien zu Ende gegangen sind, begann für die Kleine am Dienstag wieder der Kindergarten und für Papa die Arbeit. Keine Angst ich schreibe nicht über meinen Arbeitsalltag.

Mit dem Ende des Ferienmodus geht aber auch die Betreuung wieder in den „normal“ Modus. Was auch immer das bedeutet. Nach der Trennung hatten die Mutter der Kleinen und ich uns auf einen Betreuungsmodus verständigt. Der sah wie folgt aus. Ich als Papa habe die kleine Maus jedes zweite Wochenende von Freitag bis Montag, jeden Mittwoch bis Donnerstag und am Mamawochenende hole ich die Kleine ab und bespaße sie am Montagnachmittag. Nachdem die Mutter der Kleinen mir aber vorgehalten hat unsere Tochter würde mich zu wenig zu sehen, habe ich ihr recht unverblühmt gesagt, dann schmeißen wir den Plan in die Tonne und du machst einen neuen Vorschlag für die Zeit nach den Ferien. Fand die Mutter, nicht so toll. Einen Vorschlag hat sie auch nicht gemacht bzw. die hat krampfhaft zum „Wohle“ unserer Tochter an dem ursprünglichen Plan festhalten wollen. Dieser ursprüngliche Plan sah vor, dass nach 11 Tagen Papaferien, die kleine gleich im Anschluß ein Papawochenende hat. Mir war es insbesondere wichtig, die Wochenenden zu tauschen, damit die Kleine nicht nur Papazeit hat bzw. soviel Papa am Stück und so wenig Mama, aber mit der Mama war nicht gut reden. Also diskutiereten wir drei bis vier Wochen im Kreis. Irgendwann konnte die Mama dann doch mit mir reden und teilte mir mit, dass wir die Wochenenden nicht tauschen können, weil am 13. August Familienfest von ihrer Familie sei und das extra so geplant sei, damit unsere Tochter teilnehmen kann. Diesem Sachgrund konnte ich dann folgen und habe die bescheurte Diskussion mit dem Vermerk, hättest du mir mal eher sagen können, beendet. So läuft das übrigens immer, der Papa macht Vorschläge und die andere Seite lehnt ab ohne Gründe etc.

Zumindest konnten wir dieses Thema vorerst beenden und haben dann Mitte August einen Termin beim Jugendamt, damit die uns helfen den Betreuungsplan zu ändern. Ganz ehrlich ich brauche die Damen und Herren nicht um ein paar Tage zu verschieben, aber die Mutter der Kleinen, meint wohl die nehmen ihr die Arbeit ab oder machen die Arbeit für sie. Zumindest hat mir die Mutter mitgeteilt, dass sie auch einen Wunsch nach Veränderung hat und ich bin ja mal gespannt. Für mich wäre es ja schön, wenn ich ihre Vorstellungen nicht erst bei dem unnötigen Termin beim Jugendamt erfahre, aber vermutlich wird sie, wie immer, keinen Vorschlag vorab machen. Aber genug von der Mama und dem Schwebezustand der Betreuuung.

Gestern war also Papatag. der erste Papatag nach den Ferien. Also bin ich nach der Arbeit zur KiTa gefahren und habe die Kleine abgeholt. Beim betretetn des Flures hat mich dann der erste Schlag getroffen, auf ihrer Garderobe stand so eine aus PET Flaschen gefertigte Tasche eines Drogerieartikelhandels, diese war prall voll mit Übernachtungsgegenständen. Da dachte ich mir, dass das ja noch lustig wird die kommenden Wochen, aber als liebender Papa habe ich das halt mal so zur Kenntnis genommen. Mittlerweile ist nämlich aus dieser „Übernachtungstasche“ ein „Marschgepäck“ geworden. Am Anfang war das eine kleine Stofftasche mit einem kleinen Stofftier und zwei Knoten, das sind je ein T-Shirt von Mama und Papa zum kuscheln, gestern waren in dieser Tasche ein großes Stofftier, ein kleines Stofftier, ein Kuschelkissen, die beiden Knoten und noch anderes Zeug. Das muss dann nicht nur am Mittwoch zu Papa, sondern am Donnerstag auch wieder zurück zu Mama alles über den Kindergarten als neutrale Zone. Vielleicht schiebt der Kindergarten da einen Riegel vor, dann muss ich mir nicht schon wieder einen Anschiss abholen. Denn es gilt die Parole bei ihrer Mutter, sie hat Recht und Kritik unerwünscht. Also wie gesagt, die Kleine abgeholt, alles ins Auto geladen und dann sind wir erstmal einkaufen gefahren, weil wir neues äußerst leckeres Kartoffelbrot kaufen wollten und Leberwurst.

Auf zum Supermarkt hieß es dann, gesagt getan, liegt ja auf dem Weg zu Papa. Dann allerdings geschah das unfassbare, andere fanden das Kartoffelbrot auch äußerst lecker und es war aus, alle, Regal leer. Das blanke Entsetzen im Gesicht meines Kindes. Nach einer sehr anstrengenden und längeren Diskussion, konnten wir dann normales Brot kaufen. Puh erste Krise beseitigt und wir konnten dann die Heimreise antreten. Der restliche Nachmittag und Abend verlief sonst normal. Beim Abendbrot wurden 2 ganze Scheiben, von diesem ekeligen normalen Brot verputzt, ich glaube ganz tief in mir, dass das Brot nicht so schlecht geschmeckt hat. Dann gab es die obligatorsichen Mama Anrufe inkl. der neuen Erscheinung, dass die liebe Mama der lieben Kleinen am Telefon eine gute Nachtgeschichte vorliest, womit der Einschlafzeitpunkt sich immer weiter nach hinten verschiebt, was für unsere Tochter sicherlich nicht besonders gut ist, aber auch hier gilt Kritik an der Unfehlbarkeit der Mutter unerwünscht. Nachdem diese ganzen stetig, einseitig, zunehmenden Rituale abgeschlossen waren kehrte Ruhe ein und die Maus schlummerte seelig und zu frieden in ihrem eigenen Bett ein und der Papa konnte nach einem langen Tag auch endlich schlafen gehen und sich auf den Traumbauernhof träumen, mit Mama und der Kleinen, so wie sich die Kleine das gewünscht hat. Kinder eben…

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