Papaferien Tag #11

Oder das große Finale. Am Montag war der letzte Kitaferientag und damit der letzte Tag der Papaferien. Am Nachmittag musste die kleine Maus zurück zu ihrer Mama, die unsere Tochter auch schon schwer vermisst hat.

Aber für den letzten Tag hatte Papa sich einen klassischen Zoobesuch überlegt. Ein klassischer Zoobesuch beinhaltet in der Vorstellung meiner Tochter mindestens zwei Shows, einen Rucksack mit Essen und Trinken und Mittags Pommes bzw. wie ich sage Fritten. Also haben wir gefrühstückt, Papa hat Stullen geschmiert, einen Apfel geschnitten, zwei Wasserflaschen eingepackt und dann sind wir um kurz vor neun zum Zoo gefahren.

Das Wetter war bedeckt, aber trocken, nicht zu warm, nicht zu kalt. Kurzum Petrus war auf unserer Seite. Um 9:20 Uhr waren wir dann im Zoo und die kleine Maus führte Papa zielgerichtet zur Bootsfahrt und das zweite Frühstück wurde eingefordert, diese Konditionierung durch den KiGa ist echt erstaunlich. Also bekam die Kleine die erste Stulle noch in der Warteschlange, was ich als sehr gutes Zeichen für ihre Genesung gewertet habe. Mein Großvater sagte immer „Ein krankes Pferd frisst nicht!“. Das Brot, es handelt es sich um ein offenbar äußerst leckeres Kartoffelbrot, hat ihr so gut geschmeckt, dass sie nach der Bootsfahrt eine richtige Frühstückspause machen wollte, die letzte Mahlzeit war ja auch schließlich ein gefühlte Ewigkeit her. Ja mein Kind iIMG-20160801-WA0009st wohl soweit wieder fit, dachte ich mir. Also haben wir nach der Bootsfahrt geschaut ob das klassische Tourifoto etwas geworden ist und weil es der letzte Papaferientag war habe ich das Bild als Erinnerung an die Papaferien für meine Tochter gekauft, worüber sich die kleine Maus sehr gefreut hat. Danach haben wir eine Frühstückspause gemacht, wobei eigentlich Papa eine Pause gemacht und die Kleine allen vorbeifahrenden Booten gewunken hat, was die Insassen sehr erheitert hat. Nachdem Papa seinen Kaffee ausgetrunken hat sind wir beide zum neuen Streichelzoo, was für allerlei Erheiterung gesorgt hat, insbesondere die „Pinkel Ohr Schweine“, die eigentlich Pinsel Ohr Schweine heißen, aber die Maus fand ihren Namen lustiger, Kinder :-).

Nachdem Steichelzoo ging es zur ersten Show und die Augen der Kleinen folgten mit Spannung und höchster Konzentration den Tieren, die vorne auf der „Bühne“ ihre Kunststücke präsentierten. Der Höhepunkt waren die Gelbbrustaras oder wie die Kleine sagt die „Papageis“. Das sind in der Tat wirklich schöne Tiere. Nach der Show durfte man sich die Tiere noch aus der Nähe ansehen, wovon die Kleine regen Gebrauch gemacht hat und im Anschluss sind wir dann langsam weiter geschlendert, vorbei an der Giraffenfütterung, die aber diesmal kein Interesse gewecket hat. Dafür waren die Löwen diesmal sehr interessant und danach ging es zu den Timberwölfen, die aber alle lieber in ihrem Bau blieben und so langsam knurrte auch der Magen von Papa und die kleine Maus fragte auch schon wann es Pommes gibt. Papa hat dann mal auf die Uhr geschaut und es war schon fast 12:00 Uhr also haben wir uns mal Richtung Restaurant aufgemacht. Das passte auch ganz gut, weil um 13:00 Uhr nämlich die Robbenshow beginnt und die wollte die Kleine um jeden Preis sehen.

Nachdem „wir“ einen Platz gefunden haben, hat sich Papa angestellt und das Mittagessen geholt. Wie gesagt es gab Pommes und für Papa eine Currywurst. Es sind immerhin Ferien und wegflogen sind wir beide ja schließlich auch nicht, weil ihre Mutter damit ein Problem hat bzw. sich einfach weigert mir den Reisepass der Kleinen zu geben und da ich zumindest im Moment die Gesamtsituation nicht weiter eskalieren möchte habe ich dieses Verhalten notgedrungen akzeptiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der meine Tochter fast verhungert wäre laut eigener Aussage, kam ich endlich mit dem Essen an und das wurde dann auch mit großem Appetit verspeist.

Nachdem Essen haben wir uns dann auf den Weg zur Robbenshow gemacht und uns Wunschplätze ausgesucht, also die kleine Maus hat ausgesucht und Papa hat sich hingesetzt. Dann hieß es Warten bis zum Anfang. In der Wartezeit, hat die Kleine dann das erste Mal gesagt, dass sie ihre Mama schon ein wenig vermisst und es schade findet, dass wir nicht als Familie im Zoo sind, aber das ist eben so und wird wohl auch so bleiben. Bedauerlich, aber ist eben so. Parternschaft bedeutet eben das zwei zum gemeinsamen Wohl etc.

Dann ging es los, die Musik erschallte und die ersten Tiere kamen, nachdem Karibu, kam der Weißkopfseeadler, der über die Köpfe der Zuschauer flog und das ist jedes Mal klasse. Die kleine Maus macht riesen Augen und zieht den Kopf ein und Papa freut sich über den Spaß den die Maus hat. Danach kommen die Robben und Seehunde und alle Klatschen und die Show nimmt ihren vollen Lauf. In der Tat ein riesen Spaß für die ganze Familie bzw. Papa und Tochter.

Nach ca. 40 Minuten geht auch diese Show zu Ende und die kleine Maus wollte zielgerichtet zum roten Panda und dann noch zum Spielplatz, ja ohne Spielplatz kein klassicher Zoobesuch. Das haben wir dann auch gemacht. Zuerst den roten Panda gesucht, der versteckt sich nämlich immer in irgendeinem Baum und dann zum „großen“ Spielplatz, weil wir sind ja schon ein großes  Kind. Da muss ich dann immer lachen, aber die Kleine ist einfach zum lieb haben. Gegen 14:30 Uhr ging dann auch unser Zoobesuch zu Ende und auch das Ende der Papaferien. Zuerst ging es nochmal kurz in Papas Wohnung, die Tasche holen und das Antibiotikum, weil das muss eben im Kühlschrank stehen und konnte daher nicht den ganzen Tag im Auto liegen.

Gegen 15:30 Uhr hieß es dann auf zu ihrer Mama, nach der kurzen Fahrt hat sich die kleine Maus gefreut, dass sie Mama wiedersieht, aber auch bitterlich geweint als sie realisiert hat, dass das bedeutet Papa nicht bei sich zu haben. Es ist eben einfach schwierig für die Kleine, aber das ist nunmal so.

Daher hab ich als Papa den Abschied ganz kurz gehalten, die Kleine nochmal lieb gedrückt, ihr einen Kuss gegeben und ihr gesagt, ich freue mich auf Mittwoch, da ist nämlich wieder Papatag. Dann hab ich noch gewunken und gehupt und bin los gefahren. Das fand sie ganz witzig. Am Abend haben wir dann telefoniert und Papa wurde wieder eingeladen mit Mama und ihr zusammen im Traum auf den Bauernhof zu kommen. Zumindest im Traum kann sich die Kleine wünschen, dass Mama und Papa bei ihr sind, aber das gönn ich ihr. Die Kleine Maus soll eben zufrieden schlafen und die Gedanken sind frei…

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